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Digitales Geld : Wie bezahle ich am besten im Internet?

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.S.

Paypal, Kreditkarte oder Überweisung - es gibt viele Arten im Netz zu bezahlen. Ein Vergleich von Kosten, Komfort und Sicherheit.

          4 Min.

          Ob Schuhe, Fernseher, Bücher, Lebensmittel, Autos oder Reisen, jede erdenkliche Ware lässt sich heute über das Internet kaufen. Seit Jahren wächst der Online-Anteil am Einzelhandel ungebremst. Bezahlt wird nicht nur mit Kreditkarte, Überweisung oder Lastschrift. Auch der Bezahldienst Paypal wird immer beliebter. Am 20. Juli geht die stark wachsende Ebay-Tochtergesellschaft an die Börse.

          Neben Paypal versprechen auch Click&Buy, Sofortüberweisung oder Giropay schnelle und sichere Zahlung. Paypal ist inzwischen in Deutschland mit 24 Prozent Anteil das bevorzugte Zahlungsmittel und löste damit gerade die Rechnung ab. Doch ist Paypal auch der beste Weg zum Zahlen im Netz?

          Alle Bezahldienste haben den Vorteil, dass sie schnelles Bezahlen ermöglichen, die Bankdaten nicht an den Händler weitergeben und manchmal preisgünstiger als andere Bezahlverfahren sind. Paypal erleichtert durch seine starke Verbreitung vor allem den Kauf im Ausland und bei kleinen Anbietern. Die bieten oft weniger oder unsichere Zahlungsmöglichkeiten an.

          Einfache Sofortüberweisung

          Wer Paypal nutzen will, muss sich zunächst mit seinen EC- oder Kreditkartendaten registrieren. Zum Bezahlen reicht es dann, die E-Mail-Adresse und das Passwort einzugeben. Daraufhin bucht Paypal die Zahlung vom hinterlegten Konto ab und leitet sie an den Shop weiter. Das ist unkompliziert und geht schnell. Weiterer Vorteil: Man muss seine Bankdaten nicht gegenüber dem Betreiber preisgeben. Das ist sicherer. Manche Händler geben allerdings die Gebühr, die ihnen Paypal berechnet, an ihre Kunden weiter. Dann kann der Einkauf schnell ein paar Euro teurer werden. Dienste wie Skrill oder die Telekomtochtergesellschaft „Click & Buy“ funktionieren wie Paypal, sind aber weniger verbreitet.

          Wer die Sofortüberweisung oder Giropay nutzt, kommt fast überall ohne zusätzliche Kosten davon. Auch bei diesen Diensten gibt man seine Bankdaten nicht dem Händler preis. Bei Giropay wird man direkt zum Onlinekonto seiner Bank weitergeleitet und weist dort die Zahlung mit einer Tan-Nummer an, bei der Sofortüberweisung gibt man seine Onlinebankdaten für eine Überweisung in ein Formular des Dienstleisters ein. Gegenüber einer Überweisung ohne diese Dienste hat das einen Vorteil: Dem Händler gegenüber bestätigen die Dienste die Zahlung, so dass die Ware sofort versandt werden kann. Und anders als bei Paypal ist keine Registrierung notwendig. Nicht immer wird aber wie bei Paypal ein Käuferschutz angeboten, der die Rückerstattung des Kaufpreises garantiert, sollte die bestellte Ware nicht geliefert werden.

          Ansonsten sind die Sicherheitsrisiken bei Sofortüberweisung und Paypal ähnlich. Die größte Gefahr lauert im sogenannten „Phishing“, das auch Kreditkarten und Online-Banking betrifft. Um an Kontodaten und Passwörter zu gelangen, verschicken Cyber-Kriminelle gefälschte Mails, in denen sie sich als Bank oder Bezahldienst ausgeben. Der Kunde wird unter einem Vorwand dazu aufgefordert, seine Daten auf einer Seite einzugeben, welche der des Unternehmens täuschend ähnlich sieht. Mit Hilfe der erbeuteten Daten plündern die Betrüger dann das Konto. Mit etwas Wachsamkeit sind verdächtige Mails jedoch meist durch Rechtschreibfehler oder eine unpersönliche Anrede zu identifizieren. Im Zweifel sollte sich der Nutzer direkt an den Anbieter wenden und die Mail ignorieren.

          Selbst aufpassen ist Pflicht

          Bei Diensten, bei denen man seine Bankdaten hinterlegen muss, bleibt zudem das Risiko eines Datendiebstahls. So kam es bei Ebay und Paypal in den vergangenen Jahren des Öfteren zu Datenlecks. Hacker erbeuteten Namen und Adressen von Millionen Kunden und verschickten daraufhin besonders schwer zu erkennende Phishing-Mails.

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