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Digitale Konkurrenz : Google mischt die Finanzbranche auf

Bald Finanzdiener für Google: Eine Filiale der Citigroup-Tochtergesellschaft Citibank in Hongkong. Bild: EPA

Das Girokonto gibt’s jetzt bei Google: Immer mehr Internetkonzerne machen den etablierten Finanzinstituten Konkurrenz. Liegt bald auch das eigene Sparkonto nicht mehr bei der Hausbank?

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          Etablierte Banken sehen sich immer mehr Konkurrenz aus der digitalen Welt gegenüber. Dabei drängen neben spezialisierten Fintech-Unternehmen auch zunehmend die großen amerikanischen Internetkonzerne in das Geschäft mit Finanzdienstleistungen. Allein in dieser Woche ließen zwei Technologiegiganten mit neuen Initiativen auf diesem Gebiet aufhorchen: Google will künftig Girokonten anbieten, und Facebook stellte einen Bezahldienst vor. Diese Vorstöße fallen in eine Zeit, in der sich die Branche in der Öffentlichkeit und in der Politik wachsendem Misstrauen gegenübersieht, ob wegen ihrer Marktmacht oder wegen ihres Umgangs mit Daten. Daher können sich die Unternehmen darauf einstellen, dass ihre Finanzprojekte aufmerksam verfolgt werden. Facebook sieht sich mit seinen Plänen für die Digitalwährung Libra gewaltiger Opposition in Amerika und in Europa gegenüber.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Google setzt bei seinen geplanten Girokonten auf Partnerschaften mit traditionellen Finanzdienstleistern und drängt sich dabei offenbar selbst nicht allzu sehr in den Vordergrund. Die Konten sollen in Zusammenarbeit mit der Citigroup und der kleineren Stanford Federal Credit Union aus Googles Heimatregion im kalifornischen Silicon Valley angeboten werden. Sie sollen über Googles Bezahldienst Google Pay verfügbar sein, aber von den Banken selbst betrieben werden. Google will auch keine eigene Banklizenz beantragen. Wie die Stanford Federal Credit Union mitteilte, soll Google die Benutzeroberfläche liefern, die Konten sollen aber mit den Namen beider Unternehmen versehen werden. Darüber hinaus halten sich die an dem Projekt beteiligten Partner mit Details noch zurück.

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