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Deutschland-Start : Bezahlen mit Smartphone dank der Sparkasse

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Bild: dpa

Nach der Testphase ist es nun soweit. Drei Viertel der deutschen Sparkassen bieten nun das verbundeigene Bezahlen mit Smartphone an.

          Knapp fünf Wochen nach Google sind die Sparkassen mit ihrem Smartphone-Bezahlsystem in Deutschland gestartet. Sie erweiterten damit das Angebot an sicheren Bezahlmöglichkeiten, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis, in Berlin. Zum Bezahlen hält man das Smartphone im Laden mit angeschaltetem Display an das Kartenterminal der Kasse. Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen per NFC-Funk unterstützen. In Deutschland seien rund 75 Prozent der Kartenterminals für kontaktloses Bezahlen ausgerüstet, weltweit stünden Millionen Terminals zur Verfügung.

          Kunden mit einem NFC-fähigen Android-Smartphone ab Version 5.0 könnten an den Terminals ab sofort mobil bezahlen, erklärte der DSGV. Dafür müssen sie einmalig ihre Girocard oder Kreditkarte der Sparkasse in der App hinterlegen. Mehr als 300 Sparkassen seien zum Start dabei. Bis zum Jahresende sollen alle rund 390 Sparkassen den Dienst anbieten. Wer das mobiles Bezahlen nutzen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und am Online-Banking teilnehmen.

          Die Daten der Kunden blieben zu jeder Zeit bei der Sparkasse und würden nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft, versicherte der DSGV. Das iPhone kann den Angaben zufolge noch nicht als elektronische Geldbörse genutzt werden. Apple habe die nötige Schnittstelle in den Geräten noch nicht freigegeben.

          Am 26. Juni hatte der Internetriese Google seinen Smartphone- Bezahldienst nach Deutschland gebracht. Über einen anstehenden Start von Apple Pay in Deutschland wurde bereits mehrfach spekuliert, er blieb jedoch bisher aus.

          Schnell zahlen lässt sich mit dem neuen Dienst aber nur bis zu einem Rechnungsbetrag von 25 Euro. Bei höheren Beträgen muss sich der Kunde authentifizieren, indem er seine Pin eingibt oder den Bezahlvorgang per Fingerabdruck oder Gesichterkennung genehmigt. Das dauert entsprechend länger. Das schnelle Zahlen hat aber auch einen Nachteil: Der Betrag wird sofort vom Konto abgebucht.

          Zudem ist den Sparkassen freigestellt, ob sie eine Gebühr verlangen und wie hoch sie ausfällt. Ob dies 25 Cent je Karte im Monat sind – also drei Euro im Jahr – wie etwa bei der Sparkasse Gelsenkirchen, kann jedes Institut für sich entscheiden.

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