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Libra, Bitcoin & Co : Designierter Finanzkommissar fordert Regulierung von Kryptowährungen

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Geld, bestehend nur aus Daten: In diesem Rechner im kanadischen Saint Hyacinthe werden Bitcoin erzeugt. Bild: AFP

Kryptowährungen wie der Libra sollen nach Aussage des designierten EU- Finanzkommissars Valdis Dombrovskis stärker reguliert werden. Er befürchtet nicht nur Auswirkungen auf die Finanzstabilität.

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          Digitalwährungen wie Facebooks Libra sollen nach Aussage des designierten EU-Finanzkommissars Valdis Dombrovskis stärker reguliert werden. An entsprechenden Regelungen werde gearbeitet, sagte Dombrovskis bei einer Anhörung im Europaparlament am Dienstag. Libra könne Auswirkungen auf die Finanzstabilität haben, auch bestehe ein Geldwäsche-Risiko. Die EU-Kommission habe von den in der Libra Association verbundenen Unternehmen zusätzliche Informationen angefordert und warte noch darauf, sagte Dombrovskis weiter.

          Facebook will Libra im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen, die Idee stößt aber bei Politikern und Zentralbanken zum Teil auf heftigen Widerstand. Die Digitalwährung soll etwa mit Dollar oder Euro zu kaufen sein. Zu den ersten Partnern des Projekts gehören gut zwei Dutzend private Unternehmen wie Mastercard, Visa und Uber. Paypal zog sich zuletzt nach anhaltender Kritik an dem Projekt zurück. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sieht die Währung zunächst vor allem für grenzüberschreitende Überweisungen von Vorteil. Facebook betonte bislang, vor Einführung der Währung Bedenken von Regulierern ausräumen zu wollen.

          Der konservative frühere lettische Regierungschef Dombrovskis war in den vergangenen fünf Jahren bereits EU-Vizekommissionspräsident und Finanzkommissar. Auch in der künftigen EU-Kommission von Ursula von der Leyen soll er eine führende Rolle spielen.

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