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Angst vor Datenklau mit NFC : Wie riskant ist kontaktloses Bezahlen?

Kontaktlos mit einer Girocard zu bezahlen, wird immer beliebter. An 860 000 Ladenkassen ist es möglich. Bild: Torsten Silz

Immer mehr Deutsche zahlen an der Ladenkasse mit einer kontaktlosen Karte. Dabei ist die Angst vor dem Datenklau groß.

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          Wenn es ums Bezahlen geht, ist Deutschland gespalten. Ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung will das Bezahlen möglichst schnell und bequem hinter sich bringen und zahlt an der Ladenkasse mit Plastikkarte oder Smartphone. Immer öfter passiert dies kontaktlos, indem der Kunde die Karte nur vor ein Lesegerät hält, statt sie hineinzustecken und eine Pin einzugeben oder einen Beleg zu unterschreiben. Viele andere Deutsche dagegen greifen lieber zum Bargeld, entweder aus alter Gewohnheit oder weil sie Sicherheitsbedenken haben. Denn bei vielen steht das kontaktlose Bezahlverfahren per Nahfeldkommunikation (NFC) im Verdacht, weniger vertrauenswürdig zu sein und es einem Betrüger zu ermöglichen, von einer NFC-Karte Daten abzufischen.

          Thomas Klemm
          Sportredakteur.

          Die Angst vor so einem arglistigen Hintermann ist hierzulande weit verbreitet. Angeblich lauert die Gefahr vielerorts: auf der Rolltreppe, wenn jemand der Handtasche oder Jackentasche zu nahe kommt, in der die Bankkarte steckt. Beim Schlangestehen an der Ladenkasse. Oder direkt beim kontaktlosen Bezahlvorgang, wenn die Daten elektronisch von der Karte aufs Lesegerät übertragen werden. Vor Übeltätern, die in solchen Fällen dazwischenfunken, wird immer wieder gewarnt. Gefährlich würden Besitzer von NFC-Karten leben, heißt es oft, denn mit den gestohlenen Daten könnten die Kriminellen dann unter falscher Identität nach Belieben Geld abbuchen oder im Internet einkaufen und einen Schaden von Tausenden von Euro anrichten. Das alles klingt sehr furchteinflößend. Aber stimmt es überhaupt? „Die Gefahr ist theoretisch“, sagt Nicole Hellmich, Expertin für Kartensicherheit, im Namen der Deutschen Kreditwirtschaft.

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