https://www.faz.net/-gv6-9oyi3

Wenn Facebook zur Bank wird : Trump fordert Regulierung für Kryptowährungen

  • Aktualisiert am

Facebook will ab 2020 das digitale Zahlungsmittel Libra einführen und könnte damit den Finanzmarkt auf den Kopf stellen. Bild: Reuters

Wenn Facebook und andere Unternehmen eine Bank werden wollten, bräuchten sie eine entsprechende Zulassung, twitterte Trump am Donnerstag. Branchenkenner fürchten, dass die Cyberdevise Libra das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen könnte.

          1 Min.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat für Kryptowährungen eine Bankenregulierung gefordert. Wenn Facebook und andere Unternehmen eine Bank werden wollten, bräuchten sie eine entsprechende Zulassung, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. „Dann müssen sie sich der Bankenregulierung unterwerfen, genau wie andere Banken auch, sowohl national als auch international.“ Er sei kein Freund von Kryptowährungen wie Bitcoin. Es handele sich nicht um Geld, ihr Wert sei sehr schwankungsanfällig und basiere auf dünner Luft.

          Bislang sind Kryptowährungen nicht reguliert. Mit seinen Plänen für eine eigene Cyberdevise mit dem Namen Libra rief Facebook die großen Notenbanken und Politiker auf den Plan. Fed-Chef Jerome Powell äußerte am Mittwoch Bedenken. Dabei ging es um Privatsphäre, Geldwäsche, den Verbraucherschutz und die Finanzstabilität.

          Libra soll in der ersten Hälfte 2020 an den Start gehen. Damit steigt Facebook in den weltweiten Zahlungsverkehr ein. Facebook wird jeden Tag von etwa ein bis zwei Milliarden Menschen genutzt. Libra soll es allen Nutzern des Netzwerks ermöglichen, untereinander Geld zu versenden und Waren von Unternehmen zu erwerben. Branchenkenner halten es für nicht ausgeschlossen, dass Facebook damit das traditionelle Finanzsystem auf den Kopf stellen könnte.

          Weitere Themen

          Bayer lässt den Dax im Plus starten

          Glyphosat-Streit : Bayer lässt den Dax im Plus starten

          Die politischen Spannungen um Hongkong haben den deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart zunächst unbeeindruckt gelassen. Positive Nachrichten im Konflikt um den Unkrautvernichter von Bayer verleihen dem Kurs des Chemiekonzerns Auftrieb.

          Topmeldungen

          Lockerungen in Thüringen? : Söder: „Fatales Signal“

          Die Verantwortlichen in Thüringen sollten ihre Lockerungspläne überdenken, bittet Bayerns Ministerpräsident. Auch, weil die Länder aneinander grenzen. Die Bundesregierung will Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen derweil offenbar beibehalten.
          Altbundeskanzler Gerhard Schröder (r, SPD) mit Bela Anda, seinem früheren Regierungssprecher, in seiner Anwaltskanzlei bei der Aufzeichnung seines neuen Podcasts

          Liveblog zum Coronavirus : Schröder zu Protesten: „Idioten gab es immer“

          Bundesregierung und Lufthansa einigen sich auf milliardenschwere Staatshilfen +++ 147 Schlachthof-Mitarbeiter in den Niederlanden infiziert +++ RKI vermeldet 289 Neuinfektionen und 10 Tote in Deutschland +++ Amerika verhängt Einreisebeschränkungen gegen Brasilien +++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.