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Chinesische Digitalwährung : Der E-Yuan kommt

Tradition trifft Moderne: Smartphone-Nutzer vor einer Skulptur mit übergroßer historischer Münze und analogem Rechengerät in der Stadt Guangzhou Bild: EPA

Pekings neue Digitalwährung wird als mächtiges Instrument in den Händen des Staates gefürchtet. Doch die Realität sieht bescheidener aus.

          5 Min.

          Wie Chinas digitaler Yuan einmal funktionieren soll, demonstrierte die Regierung der Welt jüngst an einem Handschuh. Im Februar kommenden Jahres beginnen in Peking die Olympischen Winterspiele. Dass ausländische Besucher dem Ereignis massenhaft fernbleiben, ist nicht nur aufgrund von Pandemiebeschränkungen möglich, sondern auch wegen eines drohenden Boykotts infolge der Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang und Hongkong. Sollten die Ausländer aber doch kommen, können sie ihren Kaffee am Pistenrand mit dem Hinhalten ihres Handschuhs bezahlen – in dem eine mit der Funktechnologie NFC ausgestattete Karte steckt, auf der Chinas digitaler Yuan gespeichert ist.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Das zweite elektronische Zentralbankgeld auf der Welt (das erste war der Sand Dollar auf den Bahamas) wird derzeit noch in Pilotprojekten in verschiedenen Städten des Landes erprobt. Bis zum Montag können sich auch die Einwohner Pekings in einer von zwei Banken-Apps registrieren, um einen von 200.000 sogenannten „Hongbaos“ zu gewinnen: digitale „rote Pakete“, in denen die digitale Währung im Wert von jeweils 200 Yuan gespeichert ist (26 Euro). Ausgeben kann man diese unter anderem in den Geschäften auf der berühmten Einkaufsmeile Wangfujing südöstlich der Verbotenen Stadt.

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