https://www.faz.net/-gv6-9uk63

Blockchain : Nordkorea bastelt an Kryptogeld

Moderner, als es aussieht: Nordkoreas Diktator Kim setzt nicht nur auf Pferde, sondern auch auf die Blockchain Bild: dpa

Für 2020 lädt Pjöngjang zu einer mysteriösen Konferenz über das Thema Blockchain ein. Das Regime tut das nicht zum Spaß – und Teilnehmer leben schon jetzt gefährlich.

          5 Min.

          Einer der an modernem Kryptogeld am meisten interessierten Staaten ist ausgerechnet ein Land, das sonst durch Hightech nicht besonders auffällt: Nordkorea. Die vom Rest der Welt weitgehend abgeschottete Kim-Diktatur will angeblich sogar eine eigene Bitcoin-ähnliche Kryptowährung aufbauen.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dahinter sehen Fachleute einen Versuch, die internationalen Wirtschaftssanktionen auszuhebeln. Wer mit virtuellem Geld zahlen oder bezahlt werden kann und sich damit von der internationalen Transaktionswährung Dollar unabhängig macht, der vermag den ökonomischen Bann in einem gewissen Umfang einzudämmen.

          Gesucht wird also Knowhow, und so ist es nur folgerichtig, dass Pjöngjang demnächst wieder zu einem großen Geschäfts- und Spezialistentreffen einlädt. Es dauert eine ganze Woche lang. Vom 22. bis zum 29. Februar 2020 findet im Science and Technology Complex der nordkoreanischen Hauptstadt die nächste „Pyongyang Blockchain and Cryptocurrency Conference“ statt. Zwei Tage lang wird hart thematisch gearbeitet, der Rest des Programms ist touristischer Natur: Besuche des Juche-Turms, des Kim-Il-sung-Platzes und des Triumphbogens in Pjöngjang, eine eintägige Tour zum Grenzort Panmunjom, ein zweitägiger Abstecher in das Skigebiet Masikryong.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+