https://www.faz.net/-gv6-94b1z

Krypto-Währung : Nobelpreisträger fordert Bitcoin-Verbot

  • Aktualisiert am

Die Krypto-Währung Bitcoin sorgt für Wirbel an den Finanzmärkten. Bild: AFP

Am Bitcoin scheiden sich die Geister. Die einen sehen in der Krypto-Währung einen wichtigen Teil der digitalen Zukunft, andere eine gigantische Blase. Nun hat sich auch der bekannte Ökonom Joseph Stiglitz zu Wort gemeldet.

          1 Min.

          Man könnte dieser Tage durchaus sagen: Wer Mut bewiesen und sich rechtzeitig mit Bitcoins eingedeckt hat, konnte in den vergangenen Jahren den ganz großen Reibach machen. Der Hype um die führende Kryptowährung nimmt kein Ende.

          Die Kehrseite der Medaille ist, dass Anleger bei dieser Spekulation sehr großen Preis-Schwankungen ausgesetzt sind. Da kann schon der eine oder andere Investor nervös werden und die Träume beginnen zu platzen. Die Gruppe der Bitcoin-Gegner ist nun um ein prominentes Mitglied reicher:

          Der amerikanische Nobelpreisträger Joseph Stiglitz fordert nun sogar ein Bitcoin-Verbot. Der Ökonom ist der Ansicht, dass Bitcoin „keinerlei sinnvolle soziale Funktion erfüllen“ würde. Diese Aussage ist nachvollziehbar, herrscht doch rund um die Krypto-Währung eine wahre Goldgräberstimmung, die kaum noch mit Logik zu erklären ist.

          Mit einem sicheren und transparenten Investment hat Bitcoin für viele Finanzexperten nichts zu tun. Innerhalb eines Jahres konnten zwar Anleger Gewinne von mehr als 1000 Prozent verbuchen. Aber die Krypto-Währung ist nicht nur für den privaten Anleger undurchschaubar. Wie undurchschaubar zeigte einmal mehr der Mittwoch auf.

          BTC/USD

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Zur Wochenmitte erreichten die Bitcoins einen neuen Rekord bei fast 12.000 Dollar. Danach stürzte der Kurs auf etwas über 9000 Dollar ab, um dann am Donnerstagmorgen im asiatischen Handel wieder auf knapp 11.000 Dollar zuzulegen.

          Fans der Kryptowährung argumentieren bei diesen Szenarien gerne, dass sich der Bitcoin-Kurs bisher immer nach Stürzen (schnell) erholt hätte. Eine Garantie dafür gibt es aber (wie bei jeder anderen Spekulation) nicht, ebenso auch keine Versicherung gegen weitere Kursabschläge. Die Stimmen, die vor einer Bitcoin-Blase warnen, die jeder Zeit platzen könnte, werden auf jeden Fall nicht weniger.

          Weitere Themen

          Keine Angst vor dem Bitcoin

          FAZ Plus Artikel: Standpunkt : Keine Angst vor dem Bitcoin

          Bitcoin ist das Gold des 21. Jahrhunderts. Vertreter der Zentralbanken stehen ihm jedoch ängstlich gegenüber – sie befürchten den Verlust der Währungssouveränität. Deutschland sollte diese Chance aber nicht verpassen. Ein Gastbeitrag.

          Topmeldungen

          Wollen eine Ampel-Koalition bilden: Annalena Baerbock, Olaf Scholz, Christian Lindner

          Ampel und Schuldenbremse : So darf man nicht mit der Verfassung umgehen

          Natürlich sollte der Bund in den Klimaschutz investieren. Doch SPD, Grüne und FDP müssen das Grundgesetz achten. Einen verfassungswidrigen Haushalt vorzulegen, wäre ein schlechtes Aufbruchssignal.
          Männer mit Ambitionen: Robert Habeck und Christian Lindner

          F.A.Z. Machtfrage : Ist Scheitern wirklich keine Option?

          Die Ampel-Partner geben sich harmonisch – aber vor allem zwischen Grünen und FDP knirscht es. Was sind die schwierigsten Punkte in den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen?
          Vorbereitungen auf die Wahlparty im Konrad-Adenauer-Haus am 26. September 2021

          Union nach der Wahlniederlage : Braucht es die CDU noch?

          Die CDU hat nicht verloren, weil ihre Werte nicht mehr gefragt wären, sondern weil sie das moderne bürgerliche Lebensgefühl verfehlt hat. Sie braucht Änderungen in Stil und Inhalt. Ein Gastbeitrag.
          Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag in Straßburg bei einer Rede vor dem Europäischen Parlament

          Debatte im EU-Parlament : Morawiecki wirft EU „Erpressung“ vor

          „Die Kompetenzen der EU haben ihre Grenzen“, sagt Polens Ministerpräsident Morawiecki im Streit um die Rechtsstaatlichkeit. Kommissionspräsidentin von der Leyen hat Warschau zuvor schwere Sanktionen angedroht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.