https://www.faz.net/-gv6-a8n1k

Notenbanken unter Druck : Bitcoin-Fieber

Scheinen sich zu verstehen: EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Amerikas Finanzministerin Janet Yellen. Bild: Imago

EZB-Präsidentin Lagarde und Amerikas Finanzministerin Yellen warnen vor den Geldwäschegefahren durch digitale Finanzinstrumente.

          1 Min.

          Wer Bitcoin-Kursrückschläge zum günstigen Einstieg genutzt hat, ist ein Gewinner. Die Dynamik seit vergangenem Herbst ist atemberaubend. Damals lag der Bitcoin-Kurs noch bei gut 10.000 Dollar, seit einigen Tagen kratzt er an der Marke von 50.000 Dollar. Dafür gibt es einen wichtigen Grund, die zunehmende Akzeptanz in der Wirtschaft. Der Elektroautohersteller Tesla hat dazu entscheidend beigetragen. Das Bitcoin-Fieber scheint nun auch die Wall Street zu befallen. Führende Adressen beschäftigen sich dort immer intensiver mit digitalen Vermögenswerten.

          Diese Entwicklung erhöht den Druck auf Notenbanken und Aufsichtsbehörden. Die Entwicklung von digitalem Zentralbankgeld dauert noch. Die Notenbanken dürfen sich hier keine Fehler erlauben, weil sie dann das Vertrauen in sie verspielen können. Der Druck ließe nach, wenn sie Kryptowerte wie Bitcoin strenger regulieren. Es fällt auf, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, ebenso wie die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen vor der Geldwäschegefahr durch Bitcoin warnen. Strengere Regulierung und weniger Anonymität können das Bitcoin-Fieber abkühlen lassen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Menschen auf einer Bank in Brooklyn im April 2021

          Lockerung der Restriktionen : New York erwacht zum Leben

          Kino, Baseball, Achterbahn: Dank des rapiden Impffortschritts erlebt der „Big Apple“ einen Öffnungsreigen. Doch der Weg zur alten Normalität ist noch weit. Was wird bleiben von der Pandemie?
          Limousine des russischen Botschafters vor dem tschechischen Außenministerium am Samstag in Prag

          Explosionen in Tschechien : Führt die Spur nach Russland?

          Die Tschechische Republik hat 18 russische Diplomaten ausgewiesen, die als Geheimdienstmitarbeiter gelten. Damit reagiert das Land auf einen Anschlag im Jahr 2014, der Russland angelastet wird.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.