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Lebensgrundlage gefährdet : 20 Dollar sind verdammt viel Geld

Wie hier in Zimbabwe (Foto aus dem vergangenen Jahr), warten Menschen in vielen Ländern auf Geld aus dem Ausland. Bild: Reuters

Millionen Menschen in armen Ländern sind von Überweisungen ihrer Verwandten im Ausland abhängig. In der Corona-Krise stößt das System an seine Grenzen – mit verheerenden Folgen.

          6 Min.

          Glicerio Paragas Deguzman, der eigentlich nur Gerry genannt wird, lebt in Los Angeles, Kalifornien – dem Sonnenstaat. Dort arbeitet er als Manager in einem Hotel im San Fernando Valley. Bis er dort ankam, ist er jedoch einen langen Weg gegangen. Vor mehr als 20 Jahren wanderte der mittlerweile 61-jährige Familienvater von Quezon City in den Philippinen nach Amerika aus. Mehr als 11.750 Kilometer entfernt von seiner Heimat. Sonnig und heiß war es aber auch schon dort.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Er blieb aber nicht der einzige in seiner Familie, der seine Heimat verlassen sollte. Zwei seiner Geschwister haben es ihm gleich getan, nur eine Schwester lebt noch immer in der fernen Heimat. Während der Corona-Krise habe er Glück gehabt, sagt Gerry. Von den 159 Hotel-Mitarbeitern durften nur zehn weiterhin regulär ihrer Arbeit nachgehen, Gerry ist einer von ihnen. „Der Rest musste sich Urlaub nehmen.“ Die Menschen in den Philippinen haben es derzeit schlechter als er und die Amerikaner, erzählt er am Telefon. Ein Grund, warum er ausgewandert sei.

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