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Digitale Anlagen : Amerika untersucht Manipulationen im Bitcoin-Handel

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Bitcoins ist die Währung in der virtuellen Welt. Bild: Reuters

Der Ruf von Bitcoin und Co. ist eher mäßig: Nun untersuchen amerikanische Behörden auch Handelsmanipulationen. Die Branche lässt sich nicht verdrießen und feiert lieber den „Pizza Day“.

          Das amerikanische Justizministerium hat eine Untersuchung eingeleitet, die klären soll, ob Händler den Preis von Bitcoin und anderen Digital-Währungen manipuliert haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

          Die Untersuchung konzentriere sich auf illegale Praktiken wie „Spoofing“ oder die Flutung des Marktes mit gefälschten Orders, um andere Händler zum kaufen oder verkaufen zu verleiten. Unter „Spoofing“ wird das Einstellen vergleichsweise großer Aufträge verstanden, die vor Ausführung wieder zurückgezogen werden. Im Visier seien auch sogenannte „Wash Trades“. Hier handeln Marktteilnehmer mit sich selbst, um eine höhere Nachfrage vorzutäuschen.

          Im Fokus der Ermittlungen sollen die Krypto-Anlagen Bitcoin und Ether stehen. Sprecher des Justizministeriums und der angeblich ebenfalls involvierten Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hätten keine Stellungnahme abgeben wollen. zusammen. Der CFTC obliegt die Aufsicht über Derivate, die an Bitcoin gebunden sind.

          Es wurde kein Wertpapier gefunden!

          Auch anderenorts gibt es schlechte Nachrichten für die Freunde von Krypto-Anlagen. Indien soll derzeit an einer Steuer auf Transaktionen in Digital-Währungen arbeiten, nachdem die Zentralbank einheimischen Institutionen verboten hatte, Branchen-Unternehmen zu unterstützen.

          Digitale Währungen sind nach wie vor sehr gefragt, auch wenn etwa der Preis des Bitcoin von fast 19.000 Dollar im Dezember auf aktuell rund 7.500 Dollar gefallen ist. Am Dienstag erst feierte die Branche den „Pizza Day“ im Gedenken an den 22. Mai 2010, an dem die erste dokumentierte Transaktion einer Kryptowährung gegen ein reales Gut stattfand. Damals kaufte ein Programmierer aus Florida zwei Pizzen für rund 10.000 Bitcoin im Wert von 41 Dollar. Heute wären 80 Millionen Dollar.

          Derzeit werden nach Angaben des Branchendienstes eToro täglich Bitcoin-Transaktionen im Wert von 5 Milliarden Dollar getätigt. Mehr als 12.000 Läden und Restaurants in der realen Welt akzeptierten Bitcoin als Zahlungsmittel.

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