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Diesel-Fahrverbote : Wie Frankfurts Banken auf Fahrverbote reagieren wollen

In Frankfurts Straßen (wie hier am Taunustor) ist immer viel los. Mit dem Einzug der Fahrverbote für Dieselautos könnte sich nicht nur das Straßenbild ändern – auch die Banken stellen sich um. Bild: Imago

Die Banken in Frankfurt gehen mit dem möglichen Diesel-Fahrverbot in der Main-Metropole höchst unterschiedlich um. Für ihre Kunden haben sie teilweise dubiose Ratschläge.

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          Ob es im neuen Jahr 2019 zu Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge in Frankfurt kommt, ist noch keineswegs ausgemacht. Trotzdem machen sich viele Pendler in Deutschlands Banken-Metropole und auch die mehr als 200 Banken selbst längst Gedanken darüber. Sowohl das „Ob“ als auch das „Wie“ ist noch mit sehr vielen Fragezeichen behaftet. Immerhin aber hatte das Verwaltungsgericht in Wiesbaden im Herbst ein Szenario entworfen, demzufolge von Februar an innerhalb des Frankfurter Autobahnrings ein Fahrverbot für alle Dieselfahrzeuge der Norm Euro 4 und älter und von September an auch für die der Norm Euro 5 verhängt werden könnte. Gegen das Urteil will das Land Hessen Berufung einlegen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Banken sind vergleichsweise gelassen, was ihre eigenen Fuhrparks betrifft. Das geht aus einer kleinen Umfrage der F.A.Z. unter Frankfurter Banken hervor. Die Dienstwagen der Banker seien durchweg recht neu, hieß es bei den meisten. Alle Fahrzeuge, die den geforderten Normen nicht entsprächen, bekomme man noch bis zu einem möglichen Stichtag ausgetauscht. Was die Privatfahrzeuge von Mitarbeitern betrifft, die täglich pendeln und keine Dienstwagen-Berechtigung haben, hieß es bei den meisten Banken, das sei Privatangelegenheit der Mitarbeiter. Viele Institute verwiesen darauf, dass sie Fahrradkeller hätten, gut durch den öffentlichen Nahverkehr erreichbar seien und zum Teil auch Ladesäulen für Elektroautos in der Tiefgarage installiert hätten.

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