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Drastischer Preisanstieg : Die Welt ist im Rohstoff-Rausch

Heineken will die höheren Rohstoffpreise an Verbraucher weitergeben. Bild: dpa

Die Preise für Metalle, Getreide und viele andere Rohstoffe auf den internationalen Märkten sind stark gestiegen. Die Folgen treffen mittlerweile auch die Verbraucher im Supermarkt. Nicht nur das Bier wird teurer.

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          Der Wirtschaftsweise Volker Wieland hatte es vorhergesagt: Wenn die Metallpreise auf den internationalen Rohstoffmärkten so steigen, dann wird irgendwann auch die Dose aus Weißblech im Supermarkt teurer. Und dann spüren die Verbraucher die globale Rohstoffpreis-Rally auch hierzulande in Form von mehr Inflation, hatte das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Frühjahr gewarnt.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seither sind die Rohstoffpreise auf den Weltmärkten immer weiter gestiegen – und auch in den Supermärkten spürt man Folgen in Form höherer Preise für viele alltägliche Produkte. Die Analysten der Commerzbank haben gerade ihre Vorhersage für eine Preiskorrektur bei den Industriemetalle noch mal um zwei bis drei Monate in die Zukunft verschoben: Irgendwann wird es auch mal wieder runtergehen mit den Rohstoffpreisen, so ist jedenfalls anzunehmen, aber der Zeitpunkt ist schwer zu kalkulieren. Auf Jahressicht stehen jetzt jedenfalls laut Commerzbank die Preise für Aluminium und Kupfer knapp 50 Prozent im Plus, die für Mais 78 Prozent, die für Diesel 62 Prozent und die für Zinn 92 Prozent.

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