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Die Vermögensfrage : Wohin mit der dicken Abfindung?

  • -Aktualisiert am

Geld aus Abfindungen ist als Altersvorsorge besser aufbewahrt als in der Handtasche. Bild: Werner Bachmeier / VISUM

Entlassen zu werden ist hart – manchmal aber erleichtert ein goldener Handschlag die Sache. Wer geschickt ist, kann viel daraus machen und Steuern sparen.

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          Wer seinen Arbeitsplatz verliert und eine Abfindung erhält, steht auch vor der Frage: Wohin mit dem Geld? Schließlich ist das mit der Anlage aktuell so eine Sache. Wer viel auf dem Konto liegen hat und das Risiko scheut, minimiert seine Ersparnisse. Denn die mickrigen Zinsen – sofern überhaupt noch welche gezahlt werden – sind in der Regel weit davon entfernt, die Inflationsrate auszugleichen. Einige Kreditinstitute verlangen inzwischen sogar Strafzinsen von Privatkunden – sofern etwa 100.000 Euro oder mehr auf dem Konto liegen, wie eine aktuelle Erhebung des Finanzportals Biallo ergab.

          Bevor man sich jedoch damit beschäftigt, wo das Geld am besten geparkt wird, geht es vielen zunächst darum, eine möglichst hohe Abfindung zu sichern und die Steuerlast zu reduzieren. Zwar müssen Arbeitnehmer auf diese Zahlung ihres Chefs – sofern das Arbeitsverhältnis beendet wird – keine Sozialabgaben zahlen. Allerdings stufen die Finanzämter Abfindungen seit 2006 als steuerpflichtigen Arbeitslohn ein – was die Freude über den goldenen Handschlag trübt. Aber wie so oft im Steuerrecht gibt es auch bei Abfindungen die eine oder andere Möglichkeit, die Steuerlast zu reduzieren. So lassen sich die Auszahlungen verschieben, die sogenannte Fünftelregelung nutzen oder aber Teile des Geldes in die Altersvorsorge investieren. Wer seine Abfindung in eine betriebliche Altersvorsorge oder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, spart unterm Strich jede Menge Steuern und stockt zudem seine Rente auf oder minimiert mögliche Rentenabschläge. Doch zu den einzelnen Möglichkeiten später mehr.

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