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Finanzzentrum : Neue Schnellbahn für Londons Banker

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Futurismus für die Banker: Canary-Wharf-Station der „Elizabeth Line“ Bild: Huber

In nur 39 Minuten geht es nun von Heathrow bis ins Herz des Londoner Finanzzentrums. Doch dieses ist noch immer leerer als vor Corona.

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          London ⋅ Für die britische Hauptstadt ist es ein großes Ereignis, das auch den Finanzplatz beleben soll. Seit Dienstag hat die rund 19 Milliarden Pfund teure Schnellbahn „Elizabeth Line“, auch „Crossrail“ genannt, für den Publikumsverkehr den Betrieb aufgenommen. Schon frühmorgens, bevor die Pforten der Stationen um 6.30 Uhr öffneten, bildeten sich Schlangen von Neugierigen. Königin Elisabeth II. hat die nach ihr benannte Schnellbahnlinie vergangene Woche besucht, die nun mit fast vier Jahren Verspätung fertiggestellt wurde. Am Dienstag versuchte allerlei Politprominenz, den Glanz des Projekts für sich zu reklamieren – sowohl Premier Boris Johnson und sein Verkehrsminister Grant Shapps als auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan.

          Die neue Schnellverbindung von Reading und Heathrow im Westen quer durch die Stadt bis nach Shenfield im Osten soll London wirtschaftlich einen Schub geben. Auch im Bankenviertel Canary Wharf hegt man große Erwartungen. Nur 39 Minuten dauert jetzt die Verbindung vom Flughafen Heathrow bis ins Herz des Finanzzentrums, früher steckte man oft weit über eine Stunde in der alten „Tube“. Die neue Schnellverbindung werde ein „Game Changer“, sagte Shobi Khan, Vorstandschef des Immobilienkonzerns Canary Wharf Group (CWG), dem viele Grundstücke und Bürohochhäuser gehören in den ehemaligen Docklands auf der Isle of Dogs an der Themse. Direkt hinter der neuen Elizabeth-Line-Bahnstation ragen die mächtigen silbrigen Türme von HSBC und Barclays sowie ein KPMG-Block in den Himmel.

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