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Banken : Die ING will 1000 Stellen streichen

ING in Brüssel: Die Bank baut Stellen ab. Bild: Reuters

Die große Bank baut viele Arbeitsplätze ab. Ein Grund ist das Wirtschaftsumfeld. Ein anderer hat mit der internen IT zu tun.

          1 Min.

          Die Bank ING streicht 1000 Vollzeit-Arbeitsplätze. Sie sollen global bis Ende kommenden Jahres wegfallen, wie die größte niederländische Bank am Donnerstag mitteilte. Als Gründe nannte Vorstandsvorsitzender Steven van Rijswijk das Wirtschaftsumfeld und das Herunterstufen eines großen IT-Projekts.  

          Es geht um Arbeitsplätze in Südamerika und Asien, wo die Bank Standorte streicht – und wahrscheinlich auch Stellen in den Niederlanden, was von Gesprächen mit Arbeitnehmervertretern abhängen wird. Die Gewerkschaft FNV schätzt, dass in der Heimat 200 bis 300 Arbeitsplätze wegfallen. ING beschäftigt nach eigenen Angaben rund um die Welt mehr als 55.000 Menschen, wobei die Zahl wegen Teilzeitarbeitern nicht gleichbedeutend ist mit jener der Vollzeitstellen.  

          Technische Verwicklungen 

          Ein wichtiger Teil des Abbaus hängt damit zusammen, das ING ihr Programm „Maggie“ stark eindampft, das interne IT-Systeme modernisieren und Plattformen in mehreren europäischen Ländern integrieren sollte. Das Projekt war von van Rijswijks Vorgänger Ralph Hamers angestoßen worden. Im Sommer sickerte schon durch, dass es mit Schwierigkeiten aufgrund technischer Verwicklungen kämpfte.   

          Wirtschaftlicher Gegenwind

          Darauf spielte nun van Rijswijk mit seiner Begründung für das Eingrenzen des Projekts an. „Getroffen worden ist die Entscheidung im Lichte des momentanen wirtschaftlichen Gegenwinds und aus unseren Erkenntnissen über die Komplexitäten und Kosten eines grenzüberschreitenden Systems und einer Produktintegration.“ ING schreibt deswegen 140 Millionen Euro ab. Im dritten Quartal buchte die Bank 788 Millionen Euro Nettogewinn, 41 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

          ING formt zusammen mit Rabobank und ABN Amro das Trio der größten niederländischen Finanzinstitute. Van Rijswijk übernahm die Führung am 1. Juli von Hamers, der zum schweizerischen Konkurrenten UBS wechselte.  

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