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Verbraucherpreise : Die Inflationsrate soll dichter ans Leben rücken

Die Hauspreise sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen - finden sich aber bislang in der offiziellen Inflationsrate für den Euroraum nicht wieder. Das soll anders werden. Bild: dpa

Die EZB will bei der Messung der Inflation künftig die Immobilienpreise berücksichtigen. Wie stark treibt das die Inflationsrate hoch?

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          Es ist Teil der neuen Strategie der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Immobilienpreise sollen künftig bei der Berechnung der Inflationsrate eine stärkere Rolle spielen. Bislang berücksichtigt der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), an dem Europas Notenbank ihre Geldpolitik ausrichtet, zwar die Mieten – nicht aber die zuletzt heftigen Preissteigerungen beim selbst genutzten Wohneigentum. In den Diskussionen mit Bürgern zur neuen EZB-Strategie hatten es viele gerade auch aus Deutschland als einen Skandal bezeichnet, dass die Hauspreise nicht längst wie in den Vereinigten Staaten für die Inflation berücksichtigt werden.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Analysten der DZ Bank haben jetzt genauer untersucht, was die Entscheidung für die Inflationsraten ausmacht. In einer Studie, die der F.A.Z. exklusiv vorab vorliegt, kommen sie zu dem Befund: Schon seit dem Jahr 2014 stiegen die Preise für selbst genutztes Wohneigentum deutlich stärker als der Preisindex (siehe Grafik). Es sei kein Wunder, wenn Bürger sich darüber aufregten, dass die EZB niedrige Inflationsraten ausweise, aber sie selbst aufgrund heftiger Preissteigerungen kein Haus kaufen könnten.

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