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Geldanlage : Die höheren Zinsen kommen bei Sparern nicht an

Bis dieser Euro Zins verdient ist, braucht man inzwischen einiges an Geld auf dem Konto. Bild: dpa

Die Zinswende kündigt sich an. Kredite werden schon teurer. Doch Sparer haben davon noch wenig. Bleibt das so?

          2 Min.

          Die Sparer profitieren von den vorsichtigen Anzeichen einer Zinswende bislang kaum. Seit Mitte Dezember hat sich die Rendite der Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit mehr als verdoppelt, sie stieg von rund 0,3 auf zuletzt 0,752 Prozent. Zur Begründung sagt Andrew Bosomworth, Deutschland-Chef des Anleiheinvestors Pimco: „Der Zinsanstieg hier in Europa wird von allen drei Faktoren angetrieben. Wenn die amerikanischen Zinsen steigen würden, dann dieses Jahr als Folgen der höheren Haushaltsdefizite durch die Steuersenkungen. Gleichzeitig nähert sich die Europäische Zentralbank dem Ende des Anleihekaufprogramms, während in der Eurozone das Wirtschaftswachstum zunimmt und die Arbeitslosenrate sinkt.“

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch die Bauzinsen haben in dieser Zeit etwas zugelegt, bei zehn Jahren Zinsbindung im Durchschnitt um 0,11 Prozentpunkte auf 1,39 Prozent, bei 15 Jahren Zinsbindung um 0,06 Prozentpunkte auf 1,84 Prozent. In den vergangenen Tagen gab es dabei noch einmal einen Schub. Bei den Sparzinsen hingegen ist bislang kaum etwas zu beobachten. Einzelne Anbieter wie der Versicherer Debeka haben zuletzt die Zinsen für längerfristige Sparbriefe ein wenig erhöht. Bei der Debeka gibt es jetzt für Sparbriefe über zwölf Monate 0,35 statt 0,25 Prozent und über drei Jahre 0,7 statt 0,6 Prozent. „Minimale Erhöhungen bei den Sparbriefzinsen sind leider die Ausnahme“, sagt Horst Biallo vom gleichnamigen Vergleichsportal im Internet.

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