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Börse nach der Wahl : Ratlose Finanzmärkte

  • -Aktualisiert am

Die Märkte schwanken. Bild: Lando Hass

Offenbar haben Anleger zu sehr auf Umfragen vertraut, daher schwankt die Börse nach der Wahl. Lehren der Vergangenheit hätten zu mehr Vorsicht führen sollen.

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          Dass die Börsenkurse schwanken, solange das Wahlergebnis der größten Volkswirtschaft mit dem international wichtigsten Börsenplatz nicht endgültig feststeht, gehört zur Normalität. Schließlich hassen Anleger Hängepartien. Ernüchternd jedoch ist, dass die Finanzmärkte noch am Wahltag stark auf den Sieg des Herausforderers setzten, wobei Umfragen als Beleg für diese These herhalten mussten. Die Märkte, die eigentlich über die Fähigkeit verfügen sollten, eine größtmögliche Bandbreite unterschiedlicher Informationen zu berücksichtigen, waren an dieser Stelle offenbar auch nicht schlauer als die Politik.

          Diese Fehleinschätzung führte etwa beim deutschen Leitindex Dax zunächst zu einer Korrektur der Vortagesgewinne, gefolgt von einem deutlichen Anstieg ins Plus. Das Hin und Her hätten Anleger sich sparen können, wenn sie sich zuvor stärker zurückgehalten hätten. Dass Umfragen gerade im Fall polarisierender Kandidaten und Positionen schwer zu interpretieren sind, hätte sich nach dem überraschenden Trump-Sieg im Jahr 2016 und dem unerwarteten Brexit-Votum im gleichen Jahr herumsprechen und Anleger vorsichtiger werden lassen sollen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

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