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Neue Technologien : Die EZB plant derzeit keine Digitalwährung, sagt Mario Draghi

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Die Europäische Zentralbank hat ihren Sitz in Frankfurt. Bild: dpa

Digitalanlagen wie der Bitcoin breiten sich aus. Sollen auch Notenbanker die dahinterstehende Techniken nutzen für eigene Instrumente?

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          Die Europäische Zentralbank verfolgt aktuell keine Pläne für eine eigene Digitalwährung. Dies schrieb EZB-Chef Mario Draghi in einem Brief an einen Europa-Abgeordneten. Die möglichen Folgen, die eine solche Währung als Ergänzung zu Bargeld haben könnten, würden aber sorgfältig untersucht. Die EZB verfolge zudem genau, was andere Notenbanken dahingehend unternähmen.

          Rund um den Globus prüfen derzeit Zentralbanken, ob sich die Technologien hinter Cyber-Anlagen wie Bitcoin oder Ripple für ihre Zwecke nutzen lassen. Ein Modell einer digitalen Zentralbank-Währung sieht etwa vor, dass jedermann ein Konto bei der Notenbank erhalten könne, über das dann sämtliche Transaktionen liefen.

          Die Technologien hinter einer solcher Digitalwährung seien noch nicht ausreichend getestet worden, erklärte Draghi. Sie müssten erst erheblich weiterentwickelt werden.

          Zudem würde die Notenbank, wenn sie auch Konten für Haushalte und Unternehmen managen würde, womöglich mit Geschäftsbanken in Konkurrenz treten. Draghi äußerte sich zudem skeptisch, ob es in der Währungsunion überhaupt einen konkreten Bedarf für eine solche Währung gibt. „Die Nachfrage nach Euro-Banknoten wächst weiter und Bargeld bleibt ein beliebtes Zahlungsmitte,“ schreibt er.

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