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Kartenzahlung : Brüssel – jemand da?

Zahlen mit der Kreditkarte ist sehr teuer, auch innerhalb der EU - immer da, wo der Euro nicht Landeswährung ist. Bild: Getty Images/iStockphoto

Wer in der EU, aber außerhalb der Eurozone mit Kreditkarte zahlt, muss hohe Gebühren zahlen. Die EU-Kommission sollte eingreifen.

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          Es gibt wenig, was die EU-Kommission nicht reguliert. Die Gebühren, die beim Einsatz einer Kreditkarte in der EU aber außerhalb der Eurozone anfallen, gehören nicht dazu. Warum eigentlich nicht? Es widerspricht dem europäischen Gedanken, dass trotz eines unterstellt gleichen Preises das Mittagessen in Kopenhagen teurer ist als etwa in Paris, nur weil die Rechnung in Kronen und nicht in Euro zu begleichen ist.

          Bei Überweisungen und Lastschriften konnte die EU mit SEPA doch schon vor Jahren ein erfolgreiches und effizientes Modell etablieren, und zwar über die Grenzen der Staatengemeinschaft hinaus. Warum nicht auch bei den Währungsentgelten?

          Brüssel ist gefragt, weil die Banken den Mehraufwand, den sie bei Abrechnung in Kronen oder Zloty haben, nicht glaubhaft begründen wollen – vielleicht auch nicht können. Immens hoch kann er nicht sein, sonst könnten Neobanken diesen Dienst ihren Kunden bei Gratis-Kreditkarten nicht entgeltfrei bieten. Klassische Banken erheben aber Kontoführungsgebühren und bedienen sich dann noch mehr oder weniger schamlos in der Urlaubskasse ihrer Kunden. Das muss aufhören! Zumindest in der EU.

          Archibald Preuschat
          Redakteur in der Wirtschaft

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