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Umbau des Investmentbankings : Das Drama Deutsche Bank

  • -Aktualisiert am

Regenwolken über der Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt Bild: Wolfgang Eilmes

Die Deutsche Bank ist mit ihrem Konzernumbau spät dran. Ihr nun endlich bevorstehender Rückbau muss weitreichend und glaubwürdig sein. Sonst ist es womöglich bald zu spät.

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          Für die Deutsche Bank geht es um viel, vielleicht sogar um alles. Viel zu lange schon trägt sie Wertpapiere mit sich herum, die durch die nach der Finanzkrise zu Recht erlassenen strengeren Eigenkapitalvorschriften zum Ballast geworden sind.

          Aus dem Zins- und Währungsgeschäft, wo die Deutsche Bank auch heute noch ihre Stärken hat, hängt ihr ein gewaltiges Derivate-Buch von sage und schreibe nominal 48 Billionen Euro um den Hals. Und im Aktienhandelsgeschäft sind ihre Marktanteile zu gering, um mit den amerikanischen Wettbewerbern wie JP Morgan oder Citi, die sich auf ihren großen Heimatmarkt stützen können, mithalten zu können.

          Dieses Eingeständnis mag schmerzlich sein, aber die Folgen müssen für die Deutsche Bank kein Drama sein. Auch andere große europäische Banken wie die an der Börse viermal so wertvolle BNP Paribas bieten im Investmentbanking nicht (mehr) alles an. Fast jede Bank ist nach der Finanzkrise dazu gezwungen, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren und ihre Kosten dem schrumpfenden Geschäft anzupassen.

          Große Unternehmenskunden, die ohnehin auf mehrere Banken setzen, sind das schon gewohnt. Die Deutsche Bank ist spät dran. Ihr nun endlich bevorstehender Rückbau muss daher weitreichend und glaubwürdig sein. Sonst ist es womöglich bald zu spät.

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

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