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Geldpolitik der EZB : Die Anleihekäufe werden überschätzt

Turm der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main Bild: dpa

Bei der Debatte über die auch vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelten Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank wird übertrieben – sowohl von den Befürwortern als auch von den Gegnern dieses geldpolitischen Instruments. Ein Vergleich mit Amerika lohnt.

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          Anleihekaufprogramme von Notenbanken sind in wirtschaftlicher Hinsicht überschätzte geldpolitische Instrumente. Sie verdienen weder die Lobpreisungen mancher Anhänger noch die Empörungsgesten mancher Kritiker. Daran sei an einem Tag erinnert, an dem sich das Bundesverfassungsgericht aus juristischer Sicht wieder einmal mit dem Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank von 2015 befasst.

          Welche Schreckensbilder wurden in den vergangenen Jahren gerade in Deutschland an die Wand gemalt. Die Anleihekäufe der EZB würden zu einer „Geldschwemme“ und zu einer hohen Inflation führen! Die „Geldschwemme“ befindet sich überwiegend auf den von den Geschäftsbanken bei der EZB gehaltenen Konten und nicht in der Wirtschaft. Die Inflationsrate ist weiterhin sehr niedrig. Dann hieß es, die EZB werde ihr Anleihekaufprogramm nie beenden können, weil dann die Staatsfinanzen in Italien zusammenbrächen!

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