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Zusammen mit der Opec : Putin spricht sich für Öl-Obergrenze aus

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„Russland ist bereit, sich an den Maßnahmen zu einer Deckelung der Produktion zu beteiligen und appelliert an andere Ölexporteure, dies ebenso zu tun“, sagt Wladimir Putin in Istanbul. Bild: AFP

Russlands Präsident sagt klipp und klar, dass sich sein Land den Ölförderstaaten der Opec anschließt, weniger Öl zu fördern. Der Preis reagiert prompt.

          Der Ölpreis hält sich weiter merklich über der Marke von 50 Dollar je Fass (159 Liter). Am Montagnachmittag kostete ein Fass der Nordseesorte Brent mit rund 53 Dollar sogar gut 3 Prozent mehr als am Tag zuvor. Zunächst war der Preis verhalten in den Tag gestartet.

          Neue Zuversicht schöpften die Anleger, nachdem sich die Ölförderländer der Opec unlängst in Algier grundsätzlich darauf verständigt hatten, die Fördermenge leicht zu verringern. Auch wenn die Details noch ausstehen und einiges darauf hindeutet, dass wohl vor allem der größte Produzent Saudi-Arabien die Hähne etwas zudrehen wird, finden die Anleger die Mitteilung bislang jedenfalls glaubhafter als in der jüngeren Vergangenheit.

          Verstehen sich wohl wieder besser: Russlands Präsident Putin und der türkische Staatschef Edogan Bilderstrecke

          Eine wichtige Frage, die sie dabei immer wieder stellen, lautet allerdings: Machen auch wichtige Förderländer mit, die nicht dem brüchigen Kartell angehören. Russland, dessen Vertreter in Algier mit dabei waren, womöglich schon.

          Das zumindest hat Staatspräsident Wladimir Putin nun selbst angedeutet. In der aktuellen Lage sei eine Obergrenze oder sogar eine Drosselung der Fördermenge wohl die einzig richtige Entscheidung, um die Stabilität des weltweiten Energiesektors zu sichern, sagte er an diesem Montag während einer Energiekonferenz in Istanbul. „Russland ist bereit, sich an den Maßnahmen zu einer Deckelung der Produktion zu beteiligen und appelliert an andere Ölexporteure, dies ebenso zu tun.“

          Der niedrige Ölpreis habe zum Rückgang von Investitionen in der globalen Energiebranche geführt. Dies werde sich letztlich als Nachteil erweisen und unvorhersehbare Preissprünge auslösen, so Putin.

          Gerade auch Russland ist auf Einnahmen aus seien Rohstoffverkäufen angewiesen und leidet darunter, dass der Ölpreis so stark gefallen ist. Es geht um viele Milliarden Dollar. Saudi-Arabien geht es ähnlich. Die Monarchie scheint sogar dem Erzfeind Iran zuzugestehen, seine eigene Produktion weiter leicht zu steigern.

          Während des Opec-Treffens am 30. November in Wien wollen die Förderländern genau festlegen, wer sich künftig wie stark einschränkt oder eben nicht. Russlands Ölproduktion war im September übrigens um knapp vier Prozent auf 11,11 Million Fass pro Tag gestiegen und markiert damit den höchsten Stand seit dem Ende der Sowjetunion.

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