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Devisenmarkt : Chinas Währung schafft größtes Plus zum Dollar seit 2005

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Die chinesische Notenbank will die Landeswährung Yuan (Renminbi) stärker den Marktkräften aussetzen. Bild: dpa

Die chinesische Notenbank will die Landeswährung stärker den Marktkräften aussetzen. Der Yuan verzeichnet zum Wochenschluss den stärksten Kursanstieg zum Dollar seit zehn Jahren.

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          Die Entwicklung an den Devisenmärkten war am Freitag von den asiatischen Währungen geprägt. Der Yen legte weiter zu und steuerte auf Wochensicht auf die beste Wertentwicklung in der Gruppe der zehn weltweit am meisten gehandelten Devisen zu. Die japanische Notenbank (BoJ) nahm von einer zusätzlichen Lockerung der Geldpolitik Abstand. Den Zeitrahmen für das Erreichen eines Inflationsziels von zwei Prozent schob die Notenbank zudem weiter in die Zukunft.

          Die chinesische Notenbank wiederum will die Landeswährung Yuan (Renminbi) stärker den Marktkräften aussetzen. Zugleich werde darüber nachgedacht, ausländischen institutionellen Investoren eine Beteiligung an chinesischen Börsengängen zu ermöglichen. Diese Aufgabe solle die Börse Shanghai Stock Exchange übernehmen, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Notenbank und anderer Behörden von diesem Freitag. Der Yuan legte im Anschluss an die Ankündigungen deutlich zu und verzeichnete den stärksten Kursanstieg an einem Tag gegenüber dem Dollar seit dem Jahr 2005.

          Die chinesische Devise wertete im Handel in Schanghai zum Dollar um 0,6 Prozent auf und ging bei 6,3175 Yuan je Dollar aus dem Handel. Der sogenannte Offshore-Yuan in Hongkong wertete um 0,5 Prozent auf und kostete am späten Vormittag 6,3260 Yuan je Dollar. Im Sommer hatte China die feste Dollarbindung, die seit 2005 bestand, aufgegeben. China will damit einen weitere Voraussetzung schaffen, Einschränkungen im Kapitalverkehr abzubauen und den Yuan weltweit stärker als Zahlungsmittel zu etablieren. „Diese Maßnahmen sind ein weiterer wichtiger Schritt zur vollständigen Liberalisierung des Kapitalverkehrs", sagte Zhou Hao, Volkswirt der Commerzbank in Singapur. Es sei ein klares Zeichen, dass China die Reformen am Finanzmarkt weiter beschleunigen könnte.

          Der Euro war zum Dollar 0,2 Prozent im Plus bei 1,1002 Dollar je Euro. Zum Yen verlor der Dollar 0,5 Prozent und notierte zuletzt bei 120,49 Yen je Dollar. Der Euro gab zum Yen 0,3 Prozent ab und notierte zuletzt bei 132,57 Yen je Euro. Der Schweizer Franken war zum Euro kaum verändert bei 1,0865 Franken je Euro. Zum Dollar stieg der Franken 0,2 Prozent und erreichte 98,75 Rappen. Auf Monatssicht bewegt sich der Franken das vierte Mal in Folge gegenüber dem Greenback auf Verluste zu.


           

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