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Wechselkurse : Nationalbank: Schweizer Franken ist überbewertet

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Der Bundesplatz in Bern mit dem dortigen Gebäude der Schweizerischen Nationalbank Bild: Picture-Alliance

Vor fast einem halben Jahr hat die Schweizerische Nationalbank den Franken-Kurs freigegeben. Doch der Chef findet: Der Franken ist immer noch zu teuer.

          Auch nach der Freigabe des Wechselkurses vor fast einem halben Jahr hält der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, den Franken für deutlich überbewertet. „Die aktuelle Geldpolitik ist auf die schwierige Lage ausgerichtet“, sagte Jordan auf der Generalversammlung des Schweizerischen Uhrenverbands. „Sie basiert einerseits auf der Bereitschaft, am Devisenmarkt aktiv zu sein, und andererseits auf dem Negativzins. Beides dient dazu, den Aufwertungsdruck auf den Franken abzuschwächen.“ Allerdings sei eine gewisse Durststrecke für die Wirtschaft in der Schweiz unvermeidbar.

          Eine Umfrage der Nationalbank zeige, dass 65 Prozent der Unternehmen negativ von der Aufhebung des Mindestkurses betroffen seien, 30 Prozent davon sogar stark. Besonders schmerzhaft sei der Druck auf die Margen.

          An der Attraktivität des Franken werde sich selbst im Falle einer Lösung der Griechenland-Krise nichts ändern, heißt es bei der britischen Großbank HSBC. Der Wechselkurs wird nach Ansicht der Bank unter die Parität fallen: „Wenn man einen Leistungsbilanzüberschuss, eine qualifizierte Arbeiterschaft und stabile politische Verhältnisse hat, kommt es zur Aufwertung der Währung. Das ist der Fluch des Erfolges in unserer Welt.“

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