https://www.faz.net/-gv6-7qmzu

Vorwurf Manipulation : Deutsche Bank führt interne Ermittlungen zu Goldpreis

  • Aktualisiert am

Interne Ermittlungen zum Goldfixing sollen die Sanktionen der Aufsichtsbehörden mildern, behaupten Insider. Bild: REUTERS

Die Deutsche Bank will angeblich in den eignen Reihen Vorwürfe aufklären, nach denen das Geldhaus bei der Festlegung des Goldpreises manipuliert haben soll. Schon vor einem Jahr war die Bank deshalb ins Visier der Behörden geraten.

          Die Deutsche Bank führt Insidern zufolge eigene Ermittlungen zur täglichen Festlegung des Goldpreises in London. Wie der Angelegenheit nahestehende Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag sagten, wurde die Untersuchung bereits vor gut einem Jahr eingeleitet, als Vertreter der deutschen Börsenaufsicht BaFin der Deutschen Bank in London wegen des Verdachts auf Manipulationen einen Besuch abstattete.

          Die Deutsche Bank werde die Handelsaktivitäten genau unter die Lupe nehmen, sagte einer der Insider. Sollte die Bank auf Basis der Untersuchung frühzeitig interne Maßnahmen ergreifen, könnte sie damit womöglich die Wirkung von Sanktionen der Aufsichtsbehörden mildern.

          Der Verdacht auf Goldpreismanipulation bei der Deutschen Bank ist nur ein Skandal in einer Reihe von Vorwürfen wegen Geldwäsche, Zins- und Devisenmanipulationen, die gegen Banken erhoben wurden. Wegen ihrer Vergehen mussten Geldinstitute schon Strafen in mehrfacher Milliardenhöhe zahlen.

          Die Deutsche Bank hatte Anfang 2014 beschlossen, sich nicht mehr an der Feststellung der offiziellen Referenzpreise für Gold und Silber zu beteiligen. Ein paar Monate zuvor, im Sommer 2013, war sie genau diesem Bereich ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten. Diese untersuchen, ob es beim Goldfixing ebenfalls zu Manipulationen gekommen ist. Die zumindest teilweise erfolgreichen Versuche von Banken, Referenzsätze wie den Zinssatz Libor oder auch Devisenkurse zu lenken, haben die Aufseher und Marktteilnehmer weltweit sensibler für Verstöße gemacht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Handelsabkommen mit Bolsonaro : Berlin ist dafür, Paris dagegen

          Die Bundesregierung will das Mercosur-Freihandelsabkommens ratifizieren. Frankreich und andere EU-Staaten hatten wegen der Haltung Brasiliens zu den Bränden am Amazonas eine Blockade gefordert. Droht kurz vor dem G-7-Gipfel Streit zwischen Berlin und Paris?
          Wer macht’s? Annalena Baerbock und Robert Habeck

          Grüne Kanzlerkandidatur : Baerbock oder Habeck?

          Die grüne Spitze kommt gut an. Doch Annalena Baerbock und Robert Habeck wollen nicht darüber reden, wer Kanzlerkandidat wird und mit wem sie im Bund koalieren wollen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.