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Zinsspekulationen : Amerikas Notenbank ist tief gespalten

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Janet Yellen und die Notenbank Fed legen offenbar mit Blick auf weitere Leitzinserhöhungen keine Eile an den Tag. Bild: Reuters

Das veröffentlichte Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der amerikanischen Notenbank zeichnete kein eindeutiges Bild. Im innersten Führungszirkel der Fed scheiden sich die Geister über den künftigen geldpolitischen Kurs. Der Euro steigt.

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          Der Euro hat am Donnerstagmorgen zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1420 Dollar und notierte damit nahe dem am Freitag voriger Woche erreichten Jahreshoch von 1,1437 Dollar, während der amerikanische Dollar unter Druck stand. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,1336 Dollar festgesetzt.

          "Einige Anleger gingen wohl für die nächste Zeit nicht mehr von einer Zinserhöhung aus, sagte ein Händler. Allerdings liege das Thema nun bei jeder Sitzung auf dem Tisch. Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der Fed-Sitzung vom März war hervorgegangen, dass sich die Notenbanker über eine baldige Zinsanhebung nicht einig sind.

          Mehrere Führungsmitglieder hatten für eine geldpolitische Straffung im April plädiert. Die Gegner hatten vor allem die schwächelnde globale Konjunktur und die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten ins Feld geführt. Die beiden Gruppen im Offenmarktausschuss (FOMC) seien etwa gleich groß, konstatierten die Analysten der Bayern LB.

          Dabei zähle Fed-Chefin Janet Yellen zu der Gruppe jener, die eine abwartenden Geldpolitik bevorzugten. Es sei zu erwarten, dass diese sich durchsetze. Der geldpolitische Ausschuss sei "tief gespalten", kommentierte Fed-Experte Harm Bandholz von der Großbank Unicredit.

          Volkswirt Elliot Clarke vom Broker Westpac sagte, man könne aus den Mitschriften lesen, dass die Fed zwar zufrieden mit den Fortschritten in Amerika sei, aber weitaus weniger sicher, was die Lage der Weltkonjunktur und ihre Auswirkungen auf die US-Wirtschaft angehe. "Bis das Vertrauen in die weltweiten Aussichten steigt, fühlen sich die Währungshüter wohl, ihr Pulver trocken zu halten."

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