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Insolvenz nach Preisverfall : Amerikanischer Kohlegigant Peabody ist pleite

  • Aktualisiert am

Der Energiekonzern Peabody muss sich den eigenen Schulden geschlagen geben. Bild: Reuters

Das Kohleunternehmen Peabody hat in den Vereinigten Staaten Insolvenz angemeldet. Ein Grund für die Pleite sind die stark gesunkenen Preise für Kohle, mit dem die gesamte Branche zu kämpfen hat.

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          Der größte amerikanische Kohleproduzent Peabody rutscht im Zuge des Preisverfalls in der Branche in die Pleite. Das Unternehmen beantragte am Mittwoch bei einem Gericht in St. Louis Gläubigerschutz nach Kapitel elf des amerikanischen Insolvenzrechts. „Das war eine schwierige Entscheidung, aber es ist der richtige Weg für Peabody“, sagte Vorstandschef Glenn Kellow.

          Es ermögliche dem weltweit größten börsennotierten Kohle-Konzern, die Schulden abzubauen und eine langfristige Basis für Stabilität und Erfolg zu schaffen. Peabody ist eine der größten Insolvenzen im Rohstoffbereich, seitdem die Energie- und Metallpreise Mitte 2014 wegen mauer Weltkonjunktur auf Talfahrt gegangen sind.

          Angesichts der massiv gesunkenen Kohlepreise konnte Peabody die Schulden nicht mehr bedienen, die der Konzern im Rahmen seiner Expansion in Australien angehäuft hatte. Hintergrund ist die 5,1 Milliarden Dollar schwere Übernahme des dortigen Rivalen Macarthur vor fünf Jahren.

          Vor allem eine sinkende Nachfrage von Stahlherstellern in China, auf die Peabody bei dem Zukauf gesetzt hatte, machte dem Unternehmen zu schaffen. Der Preisverfall hat bereits einen großen Teil der amerikanischen Kohlebranche in die Insolvenz getrieben, zum Beispiel Wettbewerber wie Alpha Natural Resources oder Arch Coal.

          Am Aktienmarkt droht dem Unternehmen ein Fiasko: Nach der Insolvenzanmeldung haben dessen Aktien bereits vor dem Handelsstart fast drei Viertel ihres Werts eingebüßt. Peabody hatte bereits im März vor einer drohenden Pleite gewarnt, nachdem das Unternehmen aufgrund knapper Mittel eine Zinszahlung an Kreditgeber verpasst hatte. Die Anteilsscheine waren allerdings schon davor nur knapp über der Nulllinie gedümpelt.

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