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Schweizer Franken : Die Eidgenossen bleiben standhaft

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Bild: REUTERS

Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält an ihrer Nullzinspolitik fest. Zugleich bleibt es beim Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro.

          Eine Aufwertung des Schweizer Frankens soll notfalls durch unbegrenzte Eurokäufe verhindert werden. Die SNB schreibt in ihrer jüngsten Lageeinschätzung, der Franken sei nach wie vor hoch bewertet. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wird bei 0 bis 0,25 Prozent belassen - dies vor dem Hintergrund, dass die SNB nach wie vor keine Inflationsrisiken sieht.

          Zugleich hat die Notenbank die Wachstumserwartungen für die Schweiz angehoben. Sie rechnet jetzt mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr von 1,5 bis 2,0 Prozent nach zuvor 1,0 bis 1,5 Prozent. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ist gleichfalls zuversichtlicher. Bedingt durch höhere Ausfuhren, erhöht sie die Wachstumsprognose von 1,4 auf 1,8 Prozent. 2014 sollte das BIP sogar um 2,3 nach zuvor 2,1 Prozent zulegen.

          Die Wirkung der aktuellen Lagebeurteilung durch die SNB im Verbund mit der Entscheidung der amerikanischen Notenbank war zwiespältig. Gegenüber dem Dollar legte der Franken zunächst etwas zu, wohingegen er sich gegenüber dem Euro kaum veränderte. Devisenexperten in der Schweiz erwarten, dass der Euro im Einklang mit der wirtschaftlichen Erholung in der nächsten Zeit zum Franken an Wert gewinnen sollte.

          Allerdings bleibt abzuwarten, ob die sichtbar besseren Wirtschaftsaussichten für die Eidgenossenschaft daran nicht etwas ändern werden. Vorläufig kann die SNB Gelassenheit demonstrieren. Seit dem Jahresbeginn, als der Franken bei 1,2074 zum Euro notierte, lag das Verhältnis immer sicher über der Interventionsschwelle von 1,20 Franken. Die Notenbank konnte damit ihre Eurokäufe an den Devisenmärkten fast ganz einstellen. Eine Wirkung dürfte die Beibehaltung des SNB-Kurses indes haben: Die Immobilienpreise in der Schweiz dürften weiter steigen.

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