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Niedriger Ölpreis : Saudis diskutieren mit Venezuela über Ölmarkt-Stabilisierung

  • Aktualisiert am

Öl-Förderung in Saudi-Arabien Bild: AFP

Der Ölpreis sinkt seit Monaten beinahe kontinuierlich. Förderkürzungen könnten den Preis stabilisieren - doch ein abgestimmtes Vorgehen der Produzenten ist bislang nicht erkennbar.

          Wegen der anhaltenden Ölmarktkrise laufen die diplomatischen Bemühungen zwischen den großen Förderländern auf Hochtouren. Die staatliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA meldete am Sonntag, der heimische Ölminister Ali Al-Naimi habe sich mit seinem venezolanischen Kollegen Eulogio del Pino getroffen. In dem Gespräch sei es um eine mögliche Kooperation zwischen Mitgliedern des Förderkartells Opec und anderen Produzenten gegangen, um den Ölpreis zu stabilisieren. Del Pino habe Naimi über seine Treffen mit anderen Regierungsvertretern zu diesem Thema berichtet. Sie hätten zudem die Bedeutung weiterer derartiger Beratungen erörtert. „Es war eine erfolgreiche Zusammenkunft in positiver Atmosphäre“, wurde Naimi zitiert.

          Venezuelas Wirtschaft steckt tief in der Rezession, die Staatseinnahmen sind wegen des Ölpreisverfalls dramatisch zurückgegangen. Daher bemüht sich del Pino um Verbündete unter den Förderstaaten mit dem Ziel, der Krise gemeinsam entgegenzuwirken. Ähnliche Motive bewogen jüngst auch Russlands Außenminister Sergej Lawrow zu einer Reise in die Golfregion.

          An den Ölmärkten flammten zuletzt wiederholt Spekulationen auf Förderkürzungen auf. Doch ein abgestimmtes Vorgehen der Produzenten ist bislang nicht erkennbar. Analysten erwarten keine größeren Drosselungen. Im Kampf um Marktanteile haben die größten Ölstaaten bislang bewusst auf Produktionskürzungen verzichtet und stattdessen den Markt geflutet. Damit wollen sie unter anderem die Vereinigten Staaten aus dem Markt drängen, wo dank der umstrittenen Fracking-Technik die Förderung boomt.

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