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Teure Rückholaktion : Goldtransport kostet die Bundesbank 600.000 Euro

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Da deutsche Gold ist wieder zuhause Bild: dpa

Ein Großteil der deutschen Goldreserven lagert aus historischen Gründen noch im Ausland. Das soll sich ändern, wird aber nicht billig. 600.000 Euro hat die Rückholung bisher gekostet. Mindestens.

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          Die Bundesbank hat für die Rückholung ihrer Goldreserven, vor allem aus den Vereinigten Staaten bislang 600.000 Euro aufgewendet. Eine Sprecherin der Notenbank in Frankfurt bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“. Die Summe umfasst Transport, Versicherung und das Umschmelzen der Barren.

          Der Großteil der deutschen Goldreserven lagert aus historischen Gründen im Ausland, vor allem in den Tresoren der amerikanischen Notenbank Fed. Die Bundesbank will bis spätestens 2020 die Hälfte des Goldschatzes von fast 3400 Tonnen mit einem Wert von aktuell rund 116 Milliarden Euro in heimischen Tresoren unterbringen.

          Zu den Gesamtkosten der Aktion macht die Bundesbank keine Angaben. Das hängt nach Einschätzung von Experten unter anderem damit zusammen, dass sich die Kosten für die Versicherung des Edelmetalls am jeweiligen Goldpreis orientiert. Ein weiterer Kostenfaktor ist das Umschmelzen der Barren: Weil viele der bei der Fed gelagerten Barren nicht dem heutigen gültigen Standard entsprechen, lässt die Bundesbank die Barren nach der Verlagerung in Europa umschmelzen.

          Über den Atlantik transportiert werden dürfte das deutsche Gold auf dem schnellsten Weg: per Flugzeug - in kleinen Tranchen, um das Risiko zu minimieren. Die Bundesbank selbst äußert sich aus Sicherheitsgründen nicht zu den Details. 2013 wurden 37 Tonnen Gold nach Deutschland geholt - 32 Tonnen aus Paris und 5 Tonnen aus New York. In diesem Jahr sollen es deutlich mehr sein: Aus New York sollen 30 bis 50 Tonnen Gold nach Frankfurt geholt werden, aus Paris 50 Tonnen, wie die Bundesbank-Sprecherin erklärte.

          Das Edelmetall war vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank übergegangen: Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der amerikanischen Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten.

          2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte regelmäßige Stichproben der Bestände im Ausland. Die Bundesbank reagierte mit der Ankündigung, einen Großteil des Goldes künftig in Deutschland zu lagern.

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