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Rohstoffe : Nachfrage aus China treibt Silberpreis an

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Bild: FAZ.NET

Der Silberpreis wird in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich steigen, sagen die Strategen von GFMS und verweisen auf den Nachfrageüberhang in China. Dort gehen die Silberbestände zur Neige.

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          Der Silberpreis wird in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich steigen, sagen die Strategen von GFMS und verweisen auf den Nachfrageüberhang in China, wo mehr Silber für Schmuck, Elektronik und Fotografie benötigt als produziert wird.

          Bis ins Jahr 2010 dürfte der chinesische Bedarf auf rund 2.870 Tonnen zulegen, womit China zum weltweit drittgrößten Silberabnehmer aufsteigen würde. 2004 benötigten die Chinesen 1.624 Tonnen Silber, das war Platz fünf im internationalen Vergleich.

          Nachfrageüberhang scheint absehbar zu sein

          „Wir rechnen mit einem Nachfrageüberhang bis 2010, was positiv für den Silberpreis sein wird“, sagte Tim Spencer, leitender Analyst bei GFMS, bei einer Präsentation in London letzte Woche. Eine konkrete Prognose für den Silberpreis stellte er nicht.

          Am Montagmorgen notierte Silber in London bei 7,23 Dollar je Unze. Seit Jahresanfang ist das Edelmetall 6,1 Prozent teurer geworden. Vom Jahr 2000 bis 2004 war der Silberpreis kontinuierlich gestiegen. Wie Philip Klapwijk, Executive Chairman von GFMS, im Mai sagte, sei es „durchaus möglich“, daß der Silberpreis dieses Jahr über sein 16-Jahreshoch von 8,50 Dollar je Unze hinausschießen werde.

          Chinas Volkswirtschaft hat ein Volumen von 1,65 Billionen. Dollar und ist im zweiten Quartal 9,5 Prozent gewachsen. Schon jetzt ist China der größte Abnehmer von Rohstoffen wie Stahl, Kupfer, Zinn und Eisenerz. Ihre Preise sind in den letzten Monaten auf Rekordhöhen gestiegen, weil die Bergbaukonzerne ihre Produktion nicht schnell genug steigern konnten.

          GFMS zufolge werden die 1,3 Milliarden Chinesen mit dem steigenden Wohlstand auch mehr Silberschmuck kaufen. Dieser ist 63mal günstiger als Gold und 127mal billiger als Platin, weshalb ihn vor allem die jüngeren Käufer favorisieren dürften. „Wir rechnen damit, daß Silberschmuck in China beliebter wird, weil die jungen Leute zeitgenössischen Schmuck tragen wollen, sich Gold aber nicht leisten können“, sagte Spencer.

          Chinesischen Silberbestände gehen zur Neige

          Schon jetzt gehen die chinesischen Silberbestände zu Neige, was die Wahrscheinlichkeit für Importe aus dem Ausland erhöht. Zwischen den Jahren 1998 und 2004 hatte die Volksrepublik rund 10.000 Tonnen exportiert. Im vergangenen Jahr lag ihre Silberproduktion bei 3.275 Tonnen, etwa zwölf Prozent des weltweiten Angebots.

          Banken wie JPMorgan Chase & Co. und UBS sind mit ihren Prognosen vorsichtiger. Nächstes Jahr dürfte Silber im Schnitt bei 6,70 Dollar je Unze notieren, verglichen mit 7,10 Dollar in diesem Jahr, prognostizierte JPMorgan im Juli. Und UBS gab im Juni eine Schätzung für 2006 von 5,75 Dollar je Unze ab.

          Zur Begründung sagten die Banken, daß die steigenden amerikanischen Zinsen die Nachfrage nach Silber und anderen in Dollar denominierten Rohstoffen zur Absicherung gegen die Dollar- Schwäche drosseln dürften.

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