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Rohstoffe : Hohe Futterkosten treiben die Fleischpreise

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Spekulationen auf eingebildete oder faktische Knappheiten lassen die Preise von Agrarrohstoffen steigen. Davon profitieren nicht alle Landwirte. Denn für die so genannten Veredelungsbetriebe sind diese Güter vielfach Kostenfaktoren.

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          Spekulationen auf eingebildete oder faktische Knappheiten haben in den vergangenen Monaten die Preise von Agrargütern wie Weizen, Kaffee, Mais und Soja stark steigen lassen. Allerdings profitieren davon nicht alle Landwirte. Denn für die so genannten Veredelungsbetriebe sind diese Güter vielfach Kostenfaktoren.

          Zusammen mit hohen Energiepreisen schlagen die teuren Futtermittel unmittelbar auf ihre Erträge durch, so lange sie die Preissteigerungen nicht an ihre Abnehmer weitergeben können. Das gilt vor allem für deutsche Landwirte dieser Kategorie.

          Teure Agrarrohstoffe sorgen bei Veredlungsbetrieben für hohe Kosten

          Während der Preis von Schweinefleisch im Binnenmarkt schon seit Jahren seitwärts läuft und zuletzt unter 1,345 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht lag, stagniert auch die Preisentwicklung bei Rindfleisch schon seit mindestens fünf Jahren. Lediglich die Preise von Bullen laufen im langfristigen Trend nach oben. Allerdings haben sie zuletzt kurzfristig und saisonal deutlich nachgegeben.

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          Die Preise von Butter, Milch und Milchpulver sind in den vergangenen Monaten nach dem dramatischen Fall im Jahr 2008 und in der ersten Hälfte des Jahres 2009 wieder deutlich gestiegen. Aufgrund der Energie- und Rohstoffkosten haben trotzdem noch viele Betriebe Ertragsprobleme.

          Auch an den amerikanischen Terminmärkten zeigen sich die Folgen der hohen Preise für Agrarrohstoffe. So sind die Notierungen für mageres Schweinefleisch an der Chicago Mercantile Exchange seit Oktober im 43 Prozent gestiegen und erreichten zuletzt mit 93,13 Cents je Pfund den höchsten Stand seit Beginn der Notierungen im Jahr 1986. Hier spielt neben den hohen Futterkosten die Tatsache eine Rolle, dass Südkorea bei der Bekämpfung der grassierenden Maul- und Klauenseuche durchgreift, Bestände keult und in der Folge zu Importen gezwungen ist.

          Der Future auf Lebend-Rindvieh erhielt in den vergangenen Wochen im langfristigen Aufwärtstrend frische Dynamik nach oben. Ein Pfund kostete zuletzt 1,14 Dollar und damit soviel wie noch nie zuvor. Neben den hohen Kosten tragen zumindest in den Vereinigten Staaten vergleichsweise geringe Viehzahlen zum Preisauftrieb bei. Die amerikanischen Kuhbestände befänden sich mit 39,4 Millionen Tieren auf dem tiefsten Stand seit 1951, erklärte das amerikanischen Landwirtschaftsministerium am 19. Januar.

          ... und für robuste oder steigende Preise bei Endprodukten

          Dien vergleichweise geringe Anzahl an Muttertieren lasse in den kommenden Jahren in den Vereinigten Staaten nur ein begrenztes Angebot an Masttieren erwarten. Zusammen mit eine anhaltend starken Nachfrage aus dem Ausland sei aus diesem Grund mit einer robusten Preisentwicklung am amerikanischen Markt für Rindfleisch tu rechnen. Allerdings sei auf Konsumentenseite inzwischen eine kritische Preisschwelle erreicht worden, die nicht ohne weiteres überschritten werden könne, erklärt das amerikanische Landwirtschaftsministerium weiter.

          Auf dem Weltmarkt sei die Nachfrage nach Rindfleisch nach dem Rückgang der Produktion in einigen südamerikanischen Staaten ungebrochen, erklärt der Infodienst Landwirtschaft - Ernährung - Ländlicher Raum in Baden-Württemberg. Schon im Jahr 2010 hätten sich die Ausfuhren der EU an Schlachtrindern, Rindfleisch und Nebenprodukten gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Der Weltmilchmarkt entwickle sich trotz steigendem Angebot stabil. Die Nachfrage bei Magermilchpulver liege kurzfristig sogar über dem verfügbaren Angebot und sorge für Preisauftrieb, heißt es weiter. Bei Schweine- und Geflügelfleisch dagegen machten sich die Folgen des Dioxinskandals negativ bemerkbar.

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