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Rohstoffe : Anleger setzen mehrheitlich auf Gold

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Bild: FAZ.NET

Üblicherweise steigt der Goldpreis, wenn der Dollar zum Euro fällt. Oder anders: Steigt der Kurs der amerikanischen Währung, wird die Unze des Edelmetalls billiger. So lautet die Regel. Doch im Frühsommer hat sich der Goldpreis vom Dollar gelöst. Der Dollar wertete weiter auf - doch Gold wurde ebenfalls teurer.

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          Vor einem Jahr kostete die Unze Gold vor einem Jahr umgerechnet 324 Euro, so müssen nun etwa 353 Euro bezahlt werden. Das ist ein Plus von etwa neun Prozent. Im selben Zeitraum hat der Dollar zum Euro nur um 1,5 Prozent nachgegeben.

          Anders gewendet, hat der Goldpreis in Dollar 55 Prozent zugelegt, in Euro lediglich 18,59 Prozent. Gleichwohl sprechen Marktbeobachter von einer Trendwende. Vergleicht man die Entwicklung Merrill Lynch erwartet vor diesem Hintergrund einen Anstieg des Goldpreises bis zum Jahresende auf 450 bis 460 Dollar je Feinunze. Nicht zuletzt, weil die Nachfrage von Schmuckherstellern im Sommer traditionell anzieht, die Produktion in Südafrika aber stark nachgelassen hat. Und der Dollar wird bis auf weiteres wegen der Zinsphantasie auf dem Vormarsch gesehen.

          Auch wenn sich der Goldpreis in Euro ungünstiger entwickelt hat, sind die FAZ.NET-User mehrheitlich (56 Prozent) für Gold optimistisch. Sie rechnen in diesem Sommer mit einem weiter steigenden Goldpreis. Die tatsächliche Entwicklung scheint ihnen Recht zugeben. Seit Mitte Juli hat Gold in Euro rund 1,3 Prozent zugelegt. Indes betrug die Goldpreisverteuerung in Dollar sogar rund vier Prozent, so daß die Abwertung des Dollar von knapp drei Prozent die Kursgewinne für Anleger aus der Eurozone größtenteils aufgezehrt hat.

          Das scheint wieder denjenigen (44 Prozent) Recht zugeben, die eine Abkopplung auf Dauer für fraglich hielten und daher sich weniger überzeugt von de Edelmetall gaben.

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