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Energieträger : Ölpreistalfahrt beschleunigt sich

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Der Ölpreis dürfte ihm derzeit kaum Freude bereiten: Saudi-Arabiens König Salman Bild: AFP

Seit Mitte Oktober fallen die Ölpreise wieder. Am Freitag beschleunigt sich die Talfahrt. Doch die Unsicherheit ist groß.

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          Der Seite Mitte Oktober anhaltende Rückgang der Ölpreise hat sich am Freitag beschleunigt. Zur Mittagszeit wird für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 45,71 Dollar bezahlt und damit fast 70 Cents weniger als am Vorabend. Auch der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI rutscht um 40 Cents auf 44,30 Dollar ab. Öl ist damit wieder so billig wie fast seit drei Monaten nicht.

          Vor allem das immer noch sehr hohe Angebot des Ölkartells Opec lastet tendenziell weiter auf den Ölpreisen. Die Experten der Commerzbank verweisen auf Verladestatistiken, laut denen die irakischen Rohölexporte im Oktober auf ein neues Rekordhoch geklettert sind. Der Irak ist derzeit einer der Stolpersteine in den Verhandlungen über die Fixierung von Produktionsgrenzen.

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          Viele Investoren bleiben skeptisch, ob die Mitgliedsländer des Ölkartells Opec und Russland sich auf Details einer gemeinsamen Förderbegrenzung einigen können. Vielmehr ist die Produktion im Oktober gestiegen, weil einige Mitgliedsstatten auf Ausnahmen von der Ende September in Algier vereinbarten Produktionskürzung in Anspruch nahmen. So verlangt etwa der Irak aufgrund der Kämpfe mit dem „Islamischen Staat“ seine Produktion ausdehnen zu dürfen.

          Gleichzeitig sind auch die Lagerbestände in den Vereinigten Staaten  in der vergangenen Woche deutlich gestiegen und auch beim Nordseeöl wird ein Vier-Jahres-Produktionshoch erwartet.  

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          Indes ist der Ölmarkt sehr volatil. Sowohl der Preis für Brent, als auch für WTI lagen im Tagesverlauf zwischenzeitlich höher als am Vorabend. Auch die Datenlage ist mitunter unsicher. Die irakischen Kurden etwa sagten, dass die Produktion ihrer Region im September um 290.000 Barrel unter der von der Zentralregierung veröffentlichten Zahl gelegen habe.

          Uneinigkeit herrscht auch bei Analysten. Während Goldman Sachs eine Einigung beim bevorstehenden Opec-Treffen am 30. November für wenig wahrscheinlich hält, gehen die Analysten der Bank of America Merrill Lynch und der Citigroup von einer Verständigung aus.

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