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52 Firmen fliegen raus : Norwegens Pensionsfonds sagt Tschüs zur Kohle

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Der größte amerikanische Kohlekonzern Peabody hat gerade Insolvenz (“Chapter 11“) angemeldet. Bild: AP

Der weltgrößte Pensionsfonds verkauft Anteile an mehr als 50 Kohle-Unternehmen. Die Beteiligungen an zwei deutschen Konzern gehören bislang nicht dazu.

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          Der milliardenschwere norwegische Pensionsfonds hat sich aus 52 Kohle-Unternehmen herausgezogen. Die deutschen Energiekonzerne RWE und Eon, in die der Fonds investiert, sind bislang nicht betroffen. Im Laufe des Jahres sollten aber noch mehr folgen, teilte der Fonds an diesem Freitag in Oslo mit.

          Vorerst flogen viele amerikanische, indische und chinesische Firmen aus dem Portfolio - darunter etwa China Shenhua Energy, American Electric Power und der größte amerikanische Kohleproduzent Peabody, der vor kurzem Insolvenz anmeldete.

          Nach einem Beschluss des norwegischen Parlaments soll der staatliche Pensionsfonds mit den Öleinnahmen des Landes nicht mehr in Unternehmen investieren, die 30 Prozent ihrer Geschäfte oder Einnahmen mit Kohle machen. Der Fonds ist der nach norwegischen Angaben größte seiner Art auf der Welt. Er hat einen Marktwert von rund 7100 Milliarden norwegischen Kronen, umgerechnet sind das rund 765 Milliarden Euro.

          Der Trend zum Ausstieg aus fossilen Rohstoffen unter Großinvestoren bleibt damit bestehen. Ende März hatte der Familienfonds der amerikanische Öldynastie Rockefeller angekündigt, seine Anteile an Exxon Mobil abzugeben.

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