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Nach Verfall der Rupie : Indien will Goldnachfrage bremsen

  • Aktualisiert am

Goldschmuck ist in Indien besonders beliebt. Bild: AFP

Die Rupie wertet ab, und die Inder kaufen Gold. Das will die Regierung jetzt begrenzen.

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          Die indische Regierung setzt ihre Versuche fort, die starke private Goldnachfrage zu bremsen, nachdem immer mehr Inder versuchen, Rupien gegen Gold zu tauschen. Die starke Abwertung der Rupie am Devisenmarkt schlägt sich auch in einem deutlich höheren Goldpreis nieder. Das Edelmetall wird von vielen Menschen in Indien als Wertanlage und als Schmuck geschätzt. Die im Lande vorhandene Goldmenge wird auf rund 11.000 Tonnen geschätzt. Zum Vergleich: Die Goldreserven der Deutschen Bundesbank belaufen sich auf rund 3400 Tonnen.

          Nachdem im Jahresverlauf die Zölle auf Gold bereits drei Mal erhöht wurden, hat die Aufsichtsbehörde nun höhere Sicherheitsleistungen für den Terminhandel an der Warenbörse in Mumbai angekündigt. Demnach soll die Sicherheitsleistung für alle Rohstoff-Termingeschäfte von 4 auf 5 Prozent steigen. Für Gold, Silber und mehrere Öl- sowie Gaskontrakte wird ein zusätzlicher Einschuss von 5 Prozent erhoben. Die Aufsicht hofft, damit die sehr starke Aufwertung der Rohstoffpreise im heimischen Terminhandel zu bremsen.

          Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, haben indische Banken und Handelshäuser seit Ende Juli kein Gold mehr importiert. Nach Schätzungen dürfte die Einfuhr im zweiten Halbjahr höchstens 150 Tonnen betragen gegenüber 478 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Die Goldeinfuhr trägt zum indischen Leistungsbilanzdefizit bei.

          Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters will die Regierung in Delhi zudem die Banken des Landes anweisen, Privatleute zum Verkauf von Gold zu bewegen. Dazu sollen die Banken höhere Ankaufspreise bieten als Händler und Pfandhäuser.

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