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Nach Trumps Wahl : Die beeindruckende Stärke des Dollars

Der Dollar hat seit dem Wahlsieg von Donald Trump gegenüber dem Euro deutlich an Wert gewonnen. Bild: Reuters

Der Dollar gewinnt gegenüber dem Euro an Wert. Die Fachleute von Goldman Sachs machen eine Prognose. Die Schweizer Notenbank denkt über Zinssenkungen nach.

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          Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten und ein unerwartet starker Anstieg der langfristigen Anleiherenditen verleihen dem Dollar an Devisenmärkten Flügel. Im Vergleich zu einem Korb mit den Währungen der wichtigsten amerikanischen Handelspartner stieg der Kurs des Dollars am Freitag auf seinen höchsten Stand seit 13 Jahren.

          Gerald Braunberger
          (gb.), Herausgeber

          An den Finanzmärkten wird aufmerksam vermerkt, dass bisher weder aus der gegenwärtigen Regierung in Washington noch aus dem Lager Trumps, noch von der Notenbank Fed Warnungen vor einem zu starken Dollar zu vernehmen sind. Dies verleiht der Aufwertung zusätzliche Kraft.

          „Wir wissen nicht, wo die Untergrenze liegt“

          Gegenüber dem Euro hat sich der Dollar nunmehr neun Tage in Folge verteuert: Mit einem Tagestief von 1,0582 Dollar fiel der Euro auf seinen niedrigsten Stand seit Dezember 2015. Nach Analysen der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs könnte sich die Schwäche des Euros und des Pfunds gegenüber dem Dollar weiter fortsetzen. Auf Sicht von zwölf Monaten erwarten die Goldman-Analysten einen Fall des Kurses von Euro und Dollar auf die Parität, also auf einen Kurs von einem Dollar für einen Euro.

          Gleichzeitig hat Goldman Sachs sein Kursziel für den Wechselkurs des britischen Pfunds noch einmal deutlich nach unten revidiert. Auf Sicht von zwölf Monaten wird jetzt ein Kurs von 1,14 Dollar je Pfund erwartet; das vorherige Kursziel lag bei 1,25 Dollar. „Das passt zu unserer Analyse, dass das Pfund gegenüber den Kursen vor der Brexit-Entscheidung um 20 bis 40 Prozent abwerten wird“, heißt es. Die Abwertung der britischen Währung könne aber weniger stark ausfallen, sollte sich das Ziehen des Artikels 50 durch die Regierung, der die Brexit-Verhandlungen einleiten würde, verzögern.

          Derweil will die Schweizerische Notenbank (SNB) eine zu starke Aufwertung des Frankens verhindern. „Wir halten den Franken immer noch für stark überbewertet“, sagte Direktoriumsmitglied Andrea Maechler in Frankfurt. „Wir wissen nicht, wo die Untergrenze liegt, aber wir sind sicher, dass wir unseren Leitzins bei Bedarf noch weiter senken könnten.“ Die Schweiz hat mit einem Einlagenzins von minus 0,75 Prozent den niedrigsten Leitzins der Welt.

          Ein negativer Einlagenzins sei derzeit „absolut notwendig“, betonte Maechler. „Wir sind der Auffassung, dass die Vorteile des Negativzinses die mit ihm verbundenen Kosten immer noch weit übertreffen.“ Diese Auffassung ist in der Schweiz nicht unumstritten.

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