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In den Vereinigten Staaten : Letzter Seltene-Erden-Produzent ist pleite

Die zu Molycorp gehörende Mine Mountainpass Bild: Reuters

Der einzige Produzent von Seltenen Erden in den Vereinigten Staaten ist pleite. Das ist ein großes Problem für das Land, denn China kann den Weltmarkt nun fast nach Belieben dominieren.

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          Der letzte Produzent von Seltenen Erden in den Vereinigten Staaten ist insolvent. Der Bergbaukonzern Molycorp stellte am Donnerstag einen Antrag auf Gläubigerschutz. Nach eigenen Angaben will es so eine Umschuldung der insgesamt 1,7 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten erreichen. Schon diesen Monat konnte Molycorp eine Zinszahlung von 32,5 Millionen Dollar nicht leisten. Seit dem Jahr 2011 pulverisierte sich der Aktienkurs geradewegs. Von einst 78 Dollar fiel der Wert des Papiers heute noch bei 12 Cent, was einem Minus von 99,84 Prozent entspricht.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das ist ein herber Rückschlag für das Geschäft mit Seltenen Erden in den Vereinigten Staaten, die eigentlich unabhängiger vom Weltmarkt werden wollten. Denn das Problem ist, dass China den Markt dominiert, 86 Prozent aller seltenen Erden werden dort gefördert. Im Januar gab China die Exportquote auf, die vorher den Zufluss von Seltenen Erden auf den Weltmarkt beschränkte. Das dürfte der Todesstoß für Molycorp gewesen sein. Auch Lynas ist mit seinen Plänen auf der Nase gelandet. Das australische Bergbauunternehmen baut dort Seltene Erden ab, die in Malaysia verarbeitet werden. Doch der Aktienkurs fiel von 2,60 australischen Dollar auf nur noch 3 Cent, ein Minus von 98,73 Prozent. Auch andere Vorkommen wie in Grönland dürften kaum noch rentabel sein.

          Die Seltenen Erden sind für die Weltwirtschaft von enormer Bedeutung. Sie sind eine Gruppe von 17 Elementen, die einzigartige Eigenschaften besitzen und nicht durch andere Stoffe ersetzt werden können. Ohne sie ist kaum ein Technikprodukt herstellbar.

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