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Isländische Krone : Islands Währung auf höchstem Stand seit Finanzkrise

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Die isländische Wirtschaft und der Tourismus boomt besonders in Islands Hauptstadt Reykjavik. Bild: AFP

Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat Islands Krone 24 Prozent an Wert gewonnen und ist so wertvoll wie das letzte Mal im Jahr 2008. Doch einige Ökonomen warnen schon vor einer Überhitzung der isländischen Wirtschaft.

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          Eine boomende Wirtschaft lässt Islands Währung immer mehr an Wert gewinnen. Allein am Dienstag hat die isländische Krone um knapp ein Prozent zugelegt und ist inzwischen so stark gestiegen wie seit Beginn der Finanzkrise nicht mehr. Für einen Dollar mussten Anleger zuletzt nur noch 106,56 Kronen hinblättern. Weniger war es zuletzt im Oktober 2008.

          Seit knapp zwei Jahren legt die isländische Krone fast kontinuierlich zu und hat seither 24 Prozent an Wert gewonnen. Island lockt mit einer rasanten wirtschaftlichen Entwicklung Anleger aus dem Ausland an. Im dritten Quartal 2016 ist die Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich um 10,2 Prozent gewachsen, die Arbeitslosigkeit liegt bei nur drei Prozent, die Löhne wachsen kräftig und der Tourismus boomt.

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          Experten vom Londoner Forschungsunternehmen Capital Economics rechnen mit einer weiteren Aufwertung der isländischen Krone. Einige Ökonomen warnen jedoch bereits vor einer Überhitzung der isländischen Wirtschaft. Auch im Vorfeld der jüngsten Finanzkrise hatte die Wirtschaft auf der Insel floriert, die Krone hatte kräftig zugelegt.

          Dann folgte ein rasanter Absturz der Währung, der Island insbesondere wegen einer hohen Verschuldung im Ausland in die Bredouille brachte. Seitdem sind immer noch Kapitalverkehrskontrollen in Kraft, die aber mittlerweile deutlich gelockert wurden.

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