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Finanzmärkte : Hoffnung für den Ölpreis – Tristesse bei Aktien

Bild: dpa

Saudi-Arabien signalisiert Bereitschaft zu einer geringeren Ölförderung. Aber die Fed verstimmt die Aktienmärkte.

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          Die heftigen Kursschwankungen an den Rohstoff- und Aktienmärkten bleiben dem Januar offenbar bis zum Ende erhalten. Am Donnerstag stach abermals der Ölpreis mit einem heftigen Kursausschlag hervor. Als am Nachmittag der russische Energieminister Alexander Nowak in Sankt Petersburg mitteilte, Saudi-Arabien habe eine Drosselung seiner Ölproduktion um 5 Prozent vorgeschlagen und Russland sei bereit darüber zu diskutieren, schoss der Ölpreis um 8 Prozent in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete fast 36 Dollar, vor einer Woche waren es im Tief nur 27 Dollar gewesen.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Es ist der bis heute stärkste Hinweis, dass sich der Kreml auf eine derartige Kooperation mit Riad und der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) einlassen könnte. Saudi-Arabien gilt durch seine hohe Förderung als ein wesentlicher Verursacher des Preisverfalls. Doch auch Russland fördert Erdöl auf Rekordniveau. Moskau machte lange Zeit keine Anstalten, von der Produktion von derzeit rund 10,8 Millionen Fass am Tag abzurücken. Noch in dieser Woche wurden entsprechende Gespräche mit Riad dementiert.

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