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Rohstoff : Gold auf höchstem Stand seit Mitte November

Höhere Zinsen sind tendenziell schlecht für den Preis von unverzinstem Gold. Bild: dpa

Nach der Trump-Wahl war der Goldpreis eingebrochen. In diesem Jahr hat er schon mehr als 100 Dollar zugelegt. Unsicherheit, wie es weiter geht, bleibt allerdings.

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          Der Goldpreis hat am Freitag die Grenze von 1250 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) überschritten und mit zwischenzeitlich 1260,35 Dollar den höchsten Stand seit dem 10. November 2016 erreicht. Der größte Teil des Einbruchs der Goldpreise nach der Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten ist damit wieder gutgemacht.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Es gibt vielerlei Gründe dafür, dass der Goldpreis im Augenblick steigt“, sagt Eugen Weinberg, der Goldexperte der Commerzbank. Er nennt dabei die nach wie vor günstigen Zinsen, die Rückkehr der Inflation insbesondere in Amerika und die allgemeine Verunsicherung wegen der politischen und wirtschaftlichen Risiken. Zu beobachten sei eine starke Nachfrage nach börsengehandelten Indexfonds, die mit Gold hinterlegt sind (Exchange Traded Funds, ETF) und spekulative Käufe institutioneller Anleger von Terminkontrakten, mit denen sie auf die künftige Preisentwicklung wetten.

          Gold

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          Nachdem unmittelbar nach der Wahl von Trump zum amerikanischen Präsidenten vor allem die Erwartung steigender Realzinsen in Amerika im Blickpunkt der Investoren gestanden hatte, haben seither die Inflationserwartungen zugenommen. Das erklärt ein wenig das Auf und Ab: Höhere Zinsen sind tendenziell schlecht für den Preis des unverzinsten Goldes, bei mehr Inflation hingegen sind Sachwerte wie Gold oft ein gefragtes Investment und der Preis steigt tendenziell. Zudem hat der Goldpreis von der Unsicherheit rund um Trumps Politik profitiert; am Freitag jedenfalls legte er vor einer Rede des amerikanischen Präsidenten wieder zu.

          Auch die Entwicklung des Dollars spielt für den Goldpreis eine Rolle. Ein stärkerer Dollar macht Gold außerhalb des Dollarraums unattraktiver und schwächt tendenziell die Nachfrage. Unmittelbar nach der Trump-Wahl war der Kurs des Dollars zum Euro deutlich gestiegen und hatte den Goldpreis zusätzlich geschwächt. Ungefähr mit dem Jahreswechsel hat sich das umgekehrt und der Euro ist wieder etwas stärker geworden – bevor im Februar der Dollar wieder etwas zulegen konnte. Hinsichtlich der künftigen Politik der amerikanischen Notenbank Federal Reserve gibt es dabei weiter eine gewisse Unsicherheit, die sich auch in den Schwankungen des Dollar-Wechselkurses und des Goldpreises spiegelt.

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