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Devisenmarkt : Franken schwach gegen Euro

Bild: dpa

Lange wollte der Franken die Marke von 1,10 zum Euro nicht überschreiten. Seit Dienstag ist es soweit.

          Diese Nachricht dürfte die Schweizerische Nationalbank freuen: Der Euro hat zur Wochenmitte mit 1,1076 Franken seinen höchsten Kurs seit der Freigabe des Wechselkurses durch die Nationalbank vor gut einem Jahr erreicht. Erst vor rund zwei Wochen hatte der Präsident der Nationalbank, Thomas Jordan, den Franken als überbewertet bezeichnet und Eingriffe am Devisenmarkt in Aussicht gestellt, um eine zu hohe Bewertung der schweizerischen Währung zu verhindern. Die Schweiz versucht die Attraktivität des Frankens mit negativen Zinsen zu unterminieren. So beträgt der Leitzins der Nationalbank minus 0,75 Prozent, während Staatsanleihen mit zweijähriger Restlaufzeit sogar mit minus 1,05 Prozent rentieren.

          Nach Ansicht der amerikanischen Großbank Citi dürfte die Aufwertung des Euros kaum mit verdeckten Interventionen der Nationalbank zu erklären sein. Dafür dürfte ein Rückgang des Wirtschaftswachstums in der Welt die exportorientierte Wirtschaft der Schweiz besonders treffen. Außerdem könnte eine von Mario Draghi in der vergangenen Woche in Aussicht gestellte weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik die Nationalbank zwingen, auch ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern.

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