https://www.faz.net/-gv6-89abg

EU-Urteil : Der Umtausch von Bitcoins ist mehrwertsteuerfrei

  • Aktualisiert am

Bitcoin-Münzen Bild: dpa

Wegen schwankender Kurse und Geldwäsche-Vorwürfen ist der Bitcoin umstritten. Das Urteil setzt sie nun mit anderen Zahlungsmitteln gleich. Ist der Bitcoin damit auf dem Weg zu einer echten Währung?

          Auf den Umtausch der virtuellen Währung Bitcoin fällt nach einem EU-Urteil keine Mehrwertsteuer an. In dieser Hinsicht sei die Internet-Währung wie andere Zahlungsmittel zu behandeln, entschied der Europäische Gerichtshof am Donnerstag in Luxemburg (Rechtssache C-264/14).

          Bitcoin ist eine umstrittene digitale Währung, die im Internet entstand und seit 2009 im Umlauf ist. Bitcoins werden auf den Computern der Nutzer erzeugt, können aber online mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden.

          Hintergrund der Entscheidung ist ein Fall aus Schweden. Ein Mann wollte dort den Umtausch von konventionellen Währungen in Bitcoins und umgekehrt anbieten. Deshalb wollte er von der in Schweden zuständigen Kommission wissen, ob für den An- und Verkauf Mehrwertsteuer zu zahlen ist. Die Kommission sagte ja, weil Bitcoins wie gesetzliche Zahlungsmittel verwendet würden - Umsätze mit letzteren sind in der Europäischen Union von der Mehrwertsteuer befreit.

          Die Steuerbehörde sah das anders und zog vor das oberste Verwaltungsgericht das Landes. Dieses bat die obersten europäischen Richter um Hilfe bei der Auslegung von EU-Recht. Bitcoins sind kontrovers, unter anderem, weil die Kurse stark schwanken. Zudem steht die Währung im Verdacht, als Mittel zur Geldwäsche zu dienen.

          Weitere Themen

          Wenn das Geschenk nicht kommt

          Paket aus dem Ausland : Wenn das Geschenk nicht kommt

          Die Innenstädte sind voll, was liegt näher, als über das Internet Geschenke für die Liebsten einzukaufen? Doch dabei ist Vorsicht geboten. Vor allem bei Angeboten ausländischer Online-Shops sollte genau hingesehen werden.

          Topmeldungen

          Emmanuel Macron hatte ein enormes Eurogruppenbudget angedacht, nicht nur die Bundesregierung will diese Pläne ausbremsen.

          Gipfeltreffen in Brüssel : Das Euro-Budget ist ein Hirngespinst

          Frankreichs Präsident Macron hat große Pläne: Er wünscht sich einen großen neuen Haushalt für die Währungsunion. Nun kommen die Chefs der EU zusammen, um genau das zu diskutieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.