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Energiekosten : Heizölpreis steigt um 46 Prozent

Einmal Tank auffüllen, bitte! Bild: dpa

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist Heizöl im Februar 2017 um 46 Prozent teurer geworden. Damit stieg der Heizölpreis im vergangenen Monat auf den höchsten Wert seit Mitte 2015.

          Der monatliche Durchschnittspreis für Heizöl hat sich innerhalb eines Jahres fast um die Hälfte verteuert. Das geht aus einer Erhebung des Internetvergleichsportals Check24 hervor. Im Februar 2017 kosteten demnach 3000 Liter Heizöl im Durchschnitt 1766 Euro. Das waren 46 Prozent mehr als im selben Monat des Jahres 2016, damals zahlten Verbraucher für die gleiche Menge nur 1208 Euro.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Damit ist der Heizölpreis im vergangenen Monat auf den höchsten Wert seit Mitte 2015 gestiegen. Ein zweites Internetportal, Heizoel24.de, das sich auf die Meldung von 500 Heizölhändlern in Deutschland stützt, bestätigte auf Anfrage die Zahlen aus diesem Vergleich.

          Zur Frage, ob Kunde nun die Tanks füllen oder auf günstigere Preise warten sollten, rät Dr. Oliver Bohr, Geschäftsführer im Bereich Energie bei Check24.de: „Leere Heizöltanks sollten Verbraucher zumindest teilweise auffüllen. Kurzfristig sind niedrigere Heizölpreise möglich, mittelfristig zeigt der Trend nach oben.“

          Der Heizölpreisanstieg hatte auch die Inflationsrate in Deutschland beeinflusst: Sie lag im Februar nach vorläufigen Zahlen mit 2,2 Prozent so hoch wie seit August 2012 nicht mehr. Der wichtigste Posten war dabei die Energie (plus 7,2 Prozent) gewesen. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) nahm das zum Anlass, ihre Inflationsprognose für 2017 von 1,4 auf 1,7 Prozent anzuheben: „Der Rohölpreiseffekt zum Anfang des Jahres hat sich stärker in der Gesamtrate niedergeschlagen, als von uns bislang erwartet worden war“, sagte Gertrud Traud, die Chefvolkswirtin der Helaba.

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