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Devisen : Euro weiter im Aufwind

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Der Euro bastelt weiter an der Trendwende. Nach neuen charttechnischen Signalen stehen die Chancen für eine anhaltende Erholung gut.

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          Mit dem jüngsten Zwischenspurt hat der Euro seinen Kritikern zunächst etwas Wind aus den Segeln genommen. Möglicherweise werden die Skeptiker nun längere Zeit verstummen müssen, denn einiges spricht für eine fortgesetzte Erholung. Die Signale, die von der Charttechnik kommen, sind jedenfalls seit einigen Tagen eindeutig.

          Mit dem bis Donnerstagmittag verbuchten Kursanstieg bis auf rund 0,8950 Dollar hat sich das technische Bild sogar noch weiter aufgehellt. So rät HSBC Trinkaus-Charttechniker Stefan Schilbe nach dem Bruch der Abwärtstrendlinie bei 0,8928 Dollar, Euro-Positionen auszubauen. Denn aus seiner Sicht sprechen die hohe Trenddynamik und technische Indikatoren wie der MACD für weiter steigende Notierungen.

          Diese Ansicht teilt auch Sonja Hellemann. Für die Devisenstrategin der Dresdner Bank sind die mittelfristigen Aussichten für die europäische Einheitswährung günstig. Allerdings macht sie gleichzeitig auf die momentan etwas überkaufte Ausgangslage aufmerksam.

          US-Konjunkturängste stützen

          Doch dieses eher kurzfristige Problem werde mittelfristig überlagert von der zunehmenden Angst vor einer harten Konjunkturlandung in den USA. Diese Konjunkturängste veranlassen Commerzbank-Chefvolkswirt Ulrich Ramm zu der mutigen Prognose, dass der Euro das tiefe Tal verlassen hat. „Die schon lange sichtbaren Fundamentaldaten haben nun auch die Finanzmärkte erreicht“, so sein Kalkül. Bestätigung fand diese These auch wieder im Inhalt des am Mittwoch veröffentlichten Beige-Book. In diesem Konjunturbericht konstatierte die US-Notenbank weitere Anzeichen für ein abnehmendes Wirtschaftswachstum.

          Eine weitere Nagelprobe wird in dieser Hinsicht die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktzahlen sein. Sollte hier die Arbeitslosenquote für den Monat November über den allgemein erwarteten vier Prozent liegen, dürfte dies den Euro weiter beflügeln. Als nächste Kursziele haben die Charttechniker bereits den Bereich zwischen 0,9125 und 0,9200 Dollar angepeilt. So gesehen wird es am Freitagnachmittag um 14.30 Uhr bei Veröffentlichung der Zahlen wieder einmal richtig spannend werden.

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