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Devisen : Das Pfund wird immer leichter

Big Ben, der Turm von Großbritanniens Parlamentsgebäude. Bild: Reuters

Nicht nur der Euro wertet gegenüber dem Dollar ab. Auch das britische Pfund wird immer billiger. Das hat auch politische Gründe.

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          Nicht nur der Euro wertet seit einiger Zeit gegenüber dem Dollar ab, sondern auch das Pfund. Dies mag auf den ersten Blick erstaunen, da die Wirtschaft in Großbritannien gut läuft und die Arbeitslosenquote sinkt.

          Doch die Annahme vieler Marktteilnehmer auf eine baldige Erhöhung der britischen Leitzinsen ist verflogen, seitdem die Inflationsrate auf nahe null Prozent gefallen ist. Die Bank of England strebt ein Inflationsziel von 2 Prozent an. In den vergangenen Wochen waren aus der Führung der Bank of England widersprüchliche Äußerungen zur künftigen Entwicklung der Leitzinsen zu hören.

          Belastend für das Pfund ist zudem eine wachsende politische Unsicherheit, da Anfang Mai Parlamentswahlen stattfinden, deren Ausgang derzeit sehr schwer prognostizierbar ist. In britischen Finanzkreisen ist Furcht vor jedem der beiden wahrscheinlichen Wahlausgänge zu vernehmen.

          Die Labour Party erscheint vielen Finanzmarktteilnehmern zu wirtschaftsfern, aber ein Sieg der Konservativen könnte über eine Volksabstimmung zu einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union führen. Ein solcher Schritt wäre vielen Londoner Finanzhäusern unwillkommen. Daher dürften die britischen Finanzmärkte auch in den kommenden Wochen von Unsicherheit geprägt sein.

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