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Devisen : „Commodity-Währungen“ im Moment in der Defensive

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Bild: FAZ.NET

Der Rohstoffbereich befindet sich im Moment in einer leichten Korrekturphase und zieht auch die so genannten „Commodity-Währungen“ leicht nach unten. Beim Aussie-Dollar wirkt sich auch die bremsende Konjunktur aus.

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          Im Moment befindet sich an den Finanzmärkten alles ein wenig in der Schwebe. Auf der einen Seite traut man sich offensichtlich nicht so richtig, die in den vergangenen Monaten gut gelaufenen und zum Teil schon ganz schön heiß gelaufenen Trends „weiterzuspinnen“, auf der anderen Seite finden sich wohl auch keine richtigen Alternativen.

          So neigen die die Marktteilnehmer auch aufgrund des anhaltenden Wirtschaftsoptimismus zu leichten, aber vorerst noch nicht ernsthaften Gewinnmitnahmen. Denn jeder möchte dabei sein, falls sich die bestehenden Trends doch wieder beleben sollten. Immerhin stellten die Korrekturen der vergangenen Monate immer gute Kaufgelegenheiten dar.

          Commodity-Währungen korrigieren mit den Rohstoffen, aber nicht nur

          Diese Haltung stellt ein gewisses Risiko dar, denn sollte eine Korrektur eine gewisse Dimension erreichen, so dürften viele Anleger mit der Gewinnsicherung ernst machen und durch dasselbe „Verkaufsnadelöhr“ zum Exit streben wollen. Das heißt, ein schneller , massiver Kursverfall scheint nicht ausgeschlossen zu sein. Woher auch immer der Impuls kommen mag.

          Am Mittwoch sind die Gewinnmitnahmen unter anderem im Rohstoffsektor zu beobachten. So gaben beispielsweise die Preise für Industriemetalle deutlich nach und zogen indirekt auch die Rohstoffwerte mit nach unten. Der Preis von Aluminium hat in Shanghai 3,6 Prozent verloren, Kupfer 2,9 Prozent, Nickel an der Multi Commodity Exchange of India 2,96 Prozent. Gold und Blei haben schon am Montag deutlich korrigiert.

          Aufgrund dieser Entwicklung geraten zumindest kurzfristig auch die so genannten Commodity-Währungen wie der südafrikanische Rand, der Neuseeland- und auch der Aussie-Dollar in die Defensive gegen den amerikanischen Dollar. Teilweise auch gegen den Euro, obwohl er selbst gegen den Greenback etwas schwächelt.

          Der südafrikanische Rand gibt am Mittwoch 580 Stellen auf 6,2305 Rand je Dollar nach und setzt damit seine nun schon mehrere Monate anhaltende Konsolidierungsbewegung auf hohem Niveau fort. Gegen den Euro befindet sich die Währung nach wie vor in einem mittelfristigen Aufwertungstrend mit leichten Stagnationsanzeichen.

          Bremsende konjunkturelle Wirkung von Zinserhöhungen

          Der Neuseeland- und der Australdollar befinden sich gegen den Dollar schon seit einigen Monaten leicht in der Defensive, während der Kanada-Dollar sowohl gegen Euro als auch den Greenback noch Stärke zeigt. Die Entwicklung des Austral- und des Kiwi-Dollars dürfte kaum überraschen. Denn ähnlich wie die britische Wirtschaft befinden sie sich in ihrem Zyklus vor der amerikanischen Wirtschaft. Die beiden Staaten sehen sich einerseits mit deutlichen externen Defiziten konfrontiert, spüren auf der anderen schon einen Weile die bremsende konjunkturelle Wirkung von Zinserhöhungen.

          Beides zusammen würde die Währungen vor allem auch bei einer anhaltenden Konsolidierung im Rohstoffbereich schwächen, zumal die australische Zentralbank den Leitzins unverändert bei 5,5 Prozent beließ und die jüngsten Konjunkturdaten eher enttäuschten. In diesem Sinne dürften Wetten auf diese Währungen - abgesehen von kanadischen Dollar - im Moment nicht sonderlich interessant sein. Das würde sich erst dann ändern, wenn sich der Rohstoffboom wieder deutlich beleben und neue Fahrt aufnehmen sollte.

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